Zurück
Kontakt
Newsletter
Barrierefrei
Leichte Sprache
Impressum
Datenschutz
 
Presse & Download Presseportal
Presseportal » Einzelmeldung

Vom Leben in Trümmern bis zum Wohlstand im Wirtschaftswunder

Untertitel: Wanderausstellung „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder“ gastiert vom 8. März 2013 bis 15. September 2013 im Bezirksmuseum Dachau
Erscheinungsdatum: 07.03.2013

> Artikel bestellen

4a19f202d700acc57f16d46dffe6cf53.jpg
speichern [Speichern]

 

Vom 8. März bis zum 15. September 2013 dreht sich im Bezirksmuseum in Dachau alles um Trümmernot und Petticoat, Nierentisch und Care-Paket. Die Wanderausstellung „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder“ des Hauses der Bayerischen Geschichte ist die verkleinerte Version der gleichnamigen Bayerischen Landesausstellung, die 2009 in Würzburg mit der lebendigen Vermittlung der Nachkriegsgeschichte über 365.000 Besucher begeisterte. Auf Tour durch die bayerischen Regierungsbezirke ist die Wanderausstellung seit 2010 und war bereits in Bayreuth, Coburg, Nürnberg, Regensburg, Landshut, München, Augsburg, Fürth, Weiden und Kaufbeuren-Neugablonz zu Gast. Dachau ist nun die letzte Station der Wanderausstellung.
 
Mit ausgewählten Highlights, die auch durch Exponate des Bezirksmuseums Dachau ergänzt werden, spannt die Schau den Bogen von den Entbehrungen der Nachkriegszeit bis zum neuen Wohlstand der 1950er Jahre. Die Zeit von Wiederaufbau und Wirtschaftswunder weckt viele Erinnerungen und prägt Bayern bis heute. Das gilt für Lebensstil und Jugendkultur ebenso wie für die Architektur von Kaufhäusern, Kinos und Kirchen.
 
Als im Mai 1945 Frieden einkehrte, zeigte sich erst das ganze Ausmaß der Kriegsfolgen: Zahllose Familien waren zerrissen, Hunderttausende waren ohne Obdach, Millionen hungerten oder waren auf der Flucht. In Dachau wurden zeitweise bis zu 85.000 Flüchtlinge im Regierungsdurchgangslager an der Kufsteiner Straße und in Baracken des ehemaligen Konzentrationslagers untergebracht. Im Jahr 1948 waren rund 30% der Dachauer Stadtbevölkerung Vertriebene und Flüchtlinge. Um die gravierende Wohnungsnot zu beheben und Dachau als attraktives Stadtzentrum wiederaufzubauen, entstanden in den 1950er Jahren vor allem im Süden und Osten der Stadt neue Wohnsiedlungen. Nach und nach wurden die Flüchtlingslager aufgelöst und 1965 im ehemaligen Konzentrationslager die KZ-Gedenkstätte Dachau eröffnet.
 
Für viele Menschen veränderte sich der Alltag in den fünfziger Jahren von Grund auf. Die Dynamik dieser Zeit war unübersehbar: Hausfrauen hatten elektrische Helfer wie die Waschmaschine zur Hand und brachten Exotisches wie den Hawaii-Toast auf den Tisch, während im Wohnzimmer das erste Radio, später dann der erste Fernseher lief und vor der Haustür das Auto, oft ein VW-Käfer, eine BMW-Isetta oder ein Goggo parkte, mit dem man in den Urlaub fuhr. Die Wanderausstellung „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder“ macht diese Zeit des Aufbruchs wieder lebendig: von den Entbehrungen der Nachkriegszeit bis zum neuen Wohlstand der fünfziger Jahre, von der Politik bis zur Alltagskultur.
 
Die Wanderausstellung wird ergänzt durch mediale und didaktische Angebote:
Im digitalen Wiederaufbauatlas Bayern können detaillierte Infos zur Geschichte vieler bayerischer Städte – darunter auch Dachau – recherchiert werden: http://www.hdbg.de/wiederaufbau/bayern-nach-1945/
 
Zur Wanderausstellung „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder“ stellt das Haus der Bayerischen Geschichte für Schulen auch eine Tafelausstellung im Rahmen des Projekts „Geschichte frei Haus“ bereit:
 
 

 

Bezirksmuseum Dachau
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 11 – 17 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertag 13-17 Uhr
Montag sowie am 29. und 30.3.2013 geschlossen
Augsburger Str. 3
85221 Dachau
Eintritt: Erwachsene 4 Euro, ermäßigt 2 Euro
Schulklassen freier Eintritt
 
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Meldungen suchen

Anmelden
Benutzername:
Passwort:

Archiv