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Bayern-Ausstellung 2012

Untertitel: Haus der Bayerischen Geschichte und Stadt Kronach eröffnen demnächst gemeinsam „Festungen - Frankens Bollwerke“ in der Festung Rosenberg
Erscheinungsdatum: 15.05.2012

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Die letzten Vorbereitungen auf der Festung Rosenberg laufen auf Hochtouren: Die Aktivstationen werden in Betrieb genommen und die Vitrinen geschlossen. Denn am 16. Mai 2012 wird der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch, die Bayern-Ausstellung 2012 feierlich eröffnen. „Festungen – Frankens Bollwerke“ im Fürstenbau der Festung Rosenberg ist eine Bayern-Ausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte in Zusammenarbeit mit der Stadt Kronach, gefördert von der Oberfranken Stiftung und der Stiftung der Sparkasse Kulmbach-Kronach.

 
Wie schwer fühlt sich eine Kanonenkugel an? Was ist eine Kasematte? Wie arbeitet ein Festungsingenieur? Und wie war das Leben auf einer Festung, im Alltag und bei kriegerischen Belagerungen? Das und noch viel mehr können Sie von 17. Mai bis 21. Oktober 2012 in der Bayern-Ausstellung „Festungen – Frankens Bollwerke“ erfahren. Faszinierende Objekte und spielerische Mitmachstationen lassen die Geschichte der fränkischen Festungen am Originalschauplatz lebendig werden.
 
Seit jeher schützten Menschen sich und ihren Besitz durch militärische Befestigungs­anlagen. Seit dem späten 15. Jahrhundert wurden im Krieg verstärkt Feuerwaffen eingesetzt – Kanonen, die schwere Kugeln verschossen. Die hohen, schmalen und steilen Mauern der mittelalterlichen Burgen hielten solchen Angriffen nicht mehr stand. Findige Ingenieure entwickelten nun massive Wallmauern mit vorspringenden Bastionen. Diese neuartigen Befestigungen trotzten den Geschützen und konnten auch mit Artillerie verteidigt werden. Sie machten eine Burg oder Stadt zur „Festung“.
 
In Franken führte der verheerende Kriegszug des Kulmbacher Markgrafen Albrecht Alkibiades 1552 – 1554 zu einer militärischen Modernisierung. Die Fürsten bauten strategisch wichtige Stützpunkte zu Landesfestungen aus, mit denen sie ihr Territorium schützen wollten. Beispiele sind die Würzburger Festung Marienberg, die Wülzburg bei Weißenburg, die Coburg und nicht zuletzt der Rosenberg in Kronach. In der folgenden Zeit hatten diese Festungen harte Bewährungsproben zu bestehen, vor allem im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648). Aber auch im Frieden lebten und arbeiteten in ihnen viele Menschen: Soldaten und ihre Familien, Handwerker, zahlreiche Bedienstete und ab und zu der Fürst selbst. Für ihn war die Festung auch ein Prunkbau und Machtsymbol.
 
Wegen der schnellen Fortschritte der Waffentechnik verloren die fränkischen Festungen im Lauf des 19. Jahrhunderts, bereits unter den bayerischen Königen, ihre militärische Bedeutung. Ihre Geschichte blieb jedoch aufregend. Sie wurden weiter genutzt, als Denkmäler, Flüchtlingsunterkünfte oder Gefangenenlager – Charles de Gaulle persönlich war im Ersten Weltkrieg in Kronach interniert und brach mehrmals aus. Heute sind die Festungen faszinierende Touristen­attraktionen. Der Begriff „Festung“ lebt in der politischen Sprache und der Literatur weiter.
 
Die Bayern-Ausstellung „Festungen – Frankens Bollwerke“ ist in Kronach im Fürstenbau der Festung Rosenberg von 17. Mai bis 21. Oktober 2012 zu sehen und von Dienstag bis Sonntag von 9.30 Uhr – 17.30 Uhr geöffnet.
                                     
Veranstalter:
Haus der Bayerischen Geschichte und Stadt Kronach
 
Kontakt:
Haus der Bayerischen Geschichte
Zeuggasse 7 – 86150 Augsburg
Tel.: +49 (0)821 3295-0
E-Mail: pressestelle@hdbg.bayern.de
Informationen unter: http://www.hdbg.de/festungen/

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