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Wanderausstellung „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder“

Untertitel: Vom Leben in Trümmern bis zum Wohlstand im Wirtschaftswunder
Erscheinungsdatum: 08.03.2012

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Wanderausstellung „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder“ des Hauses der Bayerischen Geschichte gastiert vom 09. März bis 17. Juni 2012 im Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim)

Vom 09. März bis zum 17. Juni 2012 dreht sich im Staatlichen Textil- und Industriemuseum alles um Trümmernot und Petticoat, Nierentisch und Care-Paket. Die Wanderausstellung „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder“ des Hauses der Bayerischen Geschichte macht in dieser Zeit Station im tim in Augsburg. Die Wanderausstellung ist eine verkleinerte Version der gleichnamigen Bayerischen Landesausstellung, die 2009 in Würzburg durch die lebendige Vermittlung der Nachkriegsgeschichte über 365.000 Besucher begeisterte. Auf Tour durch die bayerischen Regierungsbezirke ist die Wanderausstellung seit 2010 und war bereits in Bayreuth, Coburg, Nürnberg, Regensburg, Landshut und München zu Gast.

Mit ausgewählten Highlights spannt die Schau den Bogen von den Entbehrungen der Nachkriegszeit bis zum neuen Wohlstand der 1950er Jahre. Eine zentrale Frage beim Wiederaufbau: Wie sollten die zerstörten Städte wiederaufgebaut werden: original rekonstruiert, ganz modern – oder durch eine Mischung aus beidem?

Auch Augsburg lag 1945 in Trümmern: Britische Luftangriffe hatten bis Kriegsende einen Großteil der Wohnungen beschädigt oder zerstört, etwa 1.500 Augsburger waren in Folge der Luftangriffe ums Leben gekommen, 85.000 Menschen waren obdachlos geworden. Die Wiederaufbaukonzepte sollten den historischen Charakter der Stadt erhalten, was nicht immer gelang. Wichtige Gebäude wie das Rathaus von Elias Holl wurden jedoch rekonstruiert und prägen bis heute das Gesicht der Stadt.

In den 1950er Jahren erfasste der mächtige Aufschwung der westdeutschen Nachkriegswirtschaft auch die für Augsburg wichtige Textilindustrie. Günstige Arbeitskräfte und der angestaute Bedarf der Bevölkerung an Textilien boten beste Bedingungen für ein schnelles Wirtschaftswachstum. Bis 1957 wuchs die Zahl der in der bayerischen Textilindustrie Beschäftigten stetig an, allein in Augsburg waren es 17.500 Menschen. Nach dem Krieg halfen zunächst die zahlreichen Flüchtlinge und Heimatvertriebenen, die Anforderungen der personalintensiven Textilbranche zu decken. Viele von ihnen wagten bald auch als Unternehmer oder Facharbeiter einen Neuanfang in Bayern. Als billige Arbeitskräfte immer knapper wurden, bemühte sich die Textilindustrie um „Gastarbeiter“: Auf die Italiener folgten in den 1960er Jahren Spanier, Griechen, Türken und Portugiesen in einer auch für Bayern beispiellosen Arbeitsmigration. Ende der 1950er Jahre entstanden die neuen Wohnsiedlungen „Herrenbachviertel“ und „Hochzoll-Nord“. 1970 wurde die Universität Augsburg eingeweiht, 1972 war die Stadt mit dem Eiskanal Mitveranstaltungsort der Olympischen Spiele. Bis 1978 verdoppelte sich das Augsburger Stadtgebiet durch die Gebietsreform nahezu. Zur 2000-Jahrfeier 1985 war auch der teilrenovierte „Goldene Saal“ des Rathauses wieder zugänglich.

Die Wanderausstellung wird ergänzt durch mediale und didaktische Angebote:
Im digitalen Wiederaufbauatlas Bayern können detaillierte Infos zur Geschichte Augsburgs und vieler weiterer Städte recherchiert werden: http://www.hdbg.de/wiederaufbau/bayern-nach-1945/

Zur Wanderausstellung „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder“ stellt das Haus der Bayerischen Geschichte für Schulen auch eine Tafelausstellung im Rahmen des Projekts „Geschichte frei Haus“ bereit: http://www.hdbg.de/gfh/geschichte-frei-haus_themen_wiederaufbau.php  

Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim)
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 9 – 18 Uhr
Provinostraße 46 ?86153 Augsburg
Telefon: (0821) 81001-50
Web:  http://www.timbayern.de/
 http://www.hdbg.de/wanderausstellung-wiederaufbau/
Eintritt: frei!

Weitere Termine der Wanderausstellung:
- Fürth: 30.6.2012 bis 19.8.2012
- Weiden: 14.9.2012 bis 28.10.2012
 

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