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De Gaulles spektakuläre Flucht aus Kronach

Untertitel: Was der deutsch-französischen Freundschaft vorausging
Erscheinungsdatum: 14.02.2012

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Bayern-Ausstellung 2012

„Festungen - Frankens Bollwerke“
 
 
Charles de Gaulle war Kriegsgefangener auf der Festung Rosenberg. Jahrzehnte später begründete er die deutsch-französische Freundschaft.
 
Hauptmann Charles de Gaulle (1890-1970) geriet im Ersten Weltkrieg in deutsche Kriegsgefangenschaft. Von 1916 bis 1918 saß er unter relativ guten Bedingungen in Festungshaft, wie sie für Offiziere üblich war. Die bayerischen Festungen eigneten sich gut als Gefangenenlager: Sie hatten großzügige Räume, um die Offiziere standesgemäß unterzubringen und waren leicht zu bewachen – sollte man meinen. Charles de Gaulle war aber ein sehr findiger Ausbrecher. Nach seiner Flucht aus dem Fort IX der Festung Ingolstadt überstellte man ihn 1917 nach Kronach auf die Festung Rosenberg.
 
Dort durften die Offiziere Tennis spielen und sogar in der Umgebung spazierengehen. Trotzdem unternahm De Gaulle einen Ausbruchs­versuch. Mit vier Kameraden entkam er in einer stürmischen Herbstnacht mittels eines selbstgemachten Dietrichs und einer zerlegba­ren Leiter über die Gräben und Wälle der Festung. Dann ließen sich die Ausbrecher mit einem Seil aus Bettlaken von einer abge­senkten Bastionsflanke hinab. Nach mehreren durchmarschierten Nächten wurden sie dann aber bemerkt, als sie sich in einem Schuppen versteckten. Das Kriegsende erlebte Charles de Gaulle auf der Wülzburg bei Weißenburg.
 
Mit demselben Eigenwillen trat de Gaulle im Zweiten Weltkrieg als Chef der französischen Exilregierung und dann ab 1958 als Staatspräsident auf. Trotz seiner wenig positiven Erfah­rungen mit Deutschland setzte er sich für eine enge Zusammenarbeit mit dem Nach­barn ein. Ähnlich gut wie heute Sarkozy und Merkel verstand sich de Gaulle mit Bundes­kanzler Konrad Adenauer. Die beiden unterzeichneten 1963 in Paris den Elysée-Vertrag, der die deutsch-franzö­sische Freundschaft begründete.
 
Die Bayern-Ausstellung „Festungen ? Frankens Bollwerke“ in Kronach zeigt Ausbruchs­werkzeuge und erzählt mehr über die virtuosen Fluchtversuche von Charles de Gaulle. Zu sehen ist Ausstellung auf der Festung Rosenberg, 2. OG Fürstenbau, von 17. Mai bis 21. Oktober 2012 täglich von 9.30 bis 17.30 Uhr.
 
Veranstalter:
Haus der Bayerischen Geschichte und Stadt Kronach
 
 
 
Kontakt:
Haus der Bayerischen Geschichte
Zeuggasse 7 – 86150 Augsburg
Tel.: +49 (0)821 3295-0
E-Mail: pressestelle@hdbg.bayern.de
Informationen unter: http://www.hdbg.de/festungen/
 


 

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