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Haus der Bayerischen Geschichte präsentiert Top-Exponat

Untertitel: Die "Geburtsurkunde" Österreichs in der Bayerisch-Oberösterreichischen Landesausstellung 2012
Erscheinungsdatum: 10.02.2012

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Zwei Monate vor der Eröffnung der ersten bayerisch-oberösterreichischen Landesausstellung präsentiert das Haus der Bayerischen Geschichte am heutigen Freitagvormittag im Bayerischen Hauptstaatsarchiv eines der Top-Exponate: Die Ostarrîchi-Urkunde aus dem Jahr 996. Das kostbare Pergament von Kaiser Otto III. gilt als die „Geburtsurkunde“ Österreichs. Der Direktor des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, Dr. Gerhard Hetzer, Archivdirektor Dr. Gerhard Immler und Dr. Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, stellen dieses wertvolle Exponat vor.

 
Die Urkunde aus dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv ist der erste schriftliche Beleg des Namens „Österreich“, ausgestellt am 1. November 996. Auf dem Rückweg von seiner Kaiserkrönung in Rom schenkte Kaiser Otto III. seinem Vertrauten Bischof Gottschalk von Freising den Königshof in Neuhofen an der Ybbs im heutigen Niederösterreich sowie angrenzende Ländereien in einer Ausdehnung von 30 Königshufen; das entsprach 30 großen landwirtschaftlichen Anwesen mit Ackerland und Wald – also eine stattliche Schenkung, die der Bischof möglicherweise der Tatsache verdankte, dass er mit seinen Rittern den Kaiser nach Italien begleitet hatte. Lokalisiert wird das geschenkte Land  „in regione vulgari vocabulo ostarrîchi in marcha et in comitatu Heinrici comitis“; zu deutsch: „in der Gegend, die in der Volkssprache Ostarrîchi heißt, in der Mark und Grafschaft des Grafen Heinrich“. Erstmals scheint hier Österreich in der althochdeutschen Form auf. In den Urkunden, die in der europäischen Rechtssprache Latein verfasst wurden, bleibt „regio orientalis“ vorherrschend, also der östliche Teil des Herzogtums Bayern. 1147 findet sich dann zum ersten Mal ein Begriff, der noch heute in vielen Ländern für Österreich steht: „Austria“.
 
Dass die Ersterwähnung „Österreichs“ im Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München verwahrt wird – wie viele andere Quellen zur mittelalterlichen Geschichte Österreichs – hängt damit zusammen, dass der Beschenkte eben der Freisinger Bischof war und dass Österreich bis 1156 bayerisch blieb. Der bayerische Teil der Landesausstellung „Bayern und Österreich“ in Burghausen hat deshalb auch den Untertitel: „Als Österreich noch bei Bayern war“.
 
Ab dem 27. April kommt die „Geburtsurkunde Österreichs“ näher an Österreich. In Burghausen wird sie in einem eigens dafür entworfenen Raum zu sehen sein und viele Besucher nicht nur aus Österreich anziehen.
 
 
Veranstalter:
Haus der Bayerischen Geschichte und Stadt Burghausen
in Zusammenarbeit mit der
Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen
 
 
Kontakt:
Haus der Bayerischen Geschichte
Zeuggasse 7 – 86150 Augsburg
Tel.: +49 (0)821 3295-0
E-Mail: pressestelle@hdbg.bayern.de
Informationen unter: www.hdbg.de/burghausen

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