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"Knutschkugel“ und Familienauto – die Isetta fährt in die Landesausstellung

Erscheinungsdatum: 06.05.2010

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Bildrechte: Frau Bleier [Speichern]

Genau zwei Wochen vor Eröffnung der Bayerischen Landesausstellung 2010 „Bay-ern-Italien" öffnete das Textil- und Industriemuseum in Augsburg seine Tore be-sonders weit, um eines der außergewöhnlichsten Exponate der bayerisch-italienischen Beziehungsgeschichte an seinen Platz zu befördern. Die BMW-Isetta 250 Export (Baujahr 1959) wurde eigens nach Augsburg transportiert und wird von Mai bis Oktober die Sehnsucht nach Mobilität in den 1950er Jahren darstellen.
Die Isetta wurde von der italienischen Motorradfabrik Iso Rivolta entwickelt und 1954 vorgestellt. Auf dem Genfer Autosalon 1954 wurden Vertreter von BMW auf sie aufmerksam, die dringend nach einem Modell für den Einstieg in den Kleinwa-gensektor suchten. Nach kurzen Verhandlungen wurde die Lizenz erworben und dazu auch Presswerkzeuge für die Karosserie. Die Isetta war für BMW eine Zwi-schenlösung in einer sehr kritischen Phase, bis man ein eigenes Erfolg verspre-chendes neues Auto entwickelt hatte.
Die Isetta, für zwei Personen zugelassen, wurde den Händlern aus den Händen gerissen, schon 1955 wurden 13.000 abgesetzt. Insgesamt wurden bis 1962 über 160.000 Exemplare des populären Kleinwagens verkauft, der im Volksmund liebevoll „Rennsemmel", „Knutschkugel" oder „Ei" genannt wurde.

Das kleine Fahrzeug war in vielfältiger Hinsicht gewöhnungsbedürftig: die kompak-te Eiform, der Fronteinstieg, die hinten enger stehenden Räder, der begrenzte In-nenraum. Dennoch warb BMW damit, dass die Isetta für jeden das geeignete Fahr-zeug sei, jeder finde in ihr die Erfüllung seiner Wünsche, es sei ein Allwetterauto. In der Tat war sie nicht nur „Rennsemmel" sondern auch Familienauto, in dem „Immer gut gelaunt" auch die Urlaubsfahrt nach Italien unternommen werden konnte. Heu-te ist die Isetta in gewisser Weise wieder top aktuell: mit einem Verbrauch von 3 Litern auf 100 Kilometer erfüllte sie schon vor einem Jahrhundert das Hauptkriteri-um des viel beschworenen 3-Liter-Autos.

Informationen zur Landesausstellung unter: www.bayern-italien.hdbg.de

Ausstellungsorte:
• Füssen, ehemaliges Kloster St. Mang, Lechhalde 3
• Augsburg, Maximilianmuseum, Fuggerplatz 1
• Augsburg, Staatliches Textil- und Industriemuseum, Provinostraße 46
Laufzeit: 21.05.2010 bis 10.10.2010, täglich von 9 - 17.30 Uhr

Veranstalter: Haus der Bayerischen Geschichte, Stadt Füssen, Stadt Augsburg, Staatliches Textil- und Industriemuseum

Hauptsponsor der Bayerischen Landesausstellung: HypoVereinsbank
Medien- und Mobilitypartner: Bayern 2, Augsburger Allgemeine, Allgäuer Zeitung, Stadtwerke Augsburg

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