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Haus der Bayerischen Geschichte | Museum Pressemeldung

Erscheinungsdatum: 04.06.2019
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Regensburg, 4. Juni 2019. In nur vier Jahren Bauzeit wurde das Museum des Hauses der Bayerischen Geschichte errichtet, eines der modernsten Ausstellungshäuser in Europa. Am Dienstag, den 4. Juni 2019, fand durch den Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder die feierliche Eröffnung statt. Unter den rund 1.600 Gästen waren neben Kunstminister Bernd Sibler zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Kultur, Kirche und Wirtschaft. Dazu kamen Bauleute, Handwerker, Leihgeber und Stifter, die alle zum Gelingen des neuen Museums beigetragen haben. Ihnen gelang es, gemeinsam ein echtes Bürgermuseum zu etablieren, in dem unter anderem rund 300 Exponate, die bayerische Familien für das Museum bereitgestellt haben, ihren Platz gefunden haben. Dies fand besondere Würdigung durch den Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder: „Über 2000 Jahre Geschichte Bayerns in einem Gebäude: Das Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg ist eine Liebeserklärung an unsere Heimat. Die Menschen mit ihren Geschichten stehen dabei im Mittelpunkt. Viele persönliche Exponate von Bürgern für Bürger machen die Ausstellung über den Freistaat Bayern zu einem großen Gemeinschaftswerk. Moderne Architektur, historische Zeugnisse unserer Demokratiegeschichte und viel Multimedia verbinden Tradition und Zukunft. Sie schaffen einen einmaligen Erlebnisort über unsere bayerische Heimat und Identität."

Staatsminister Bernd Sibler fügte hinzu: „Dieses Museum ist die Schatzkammer unserer Geschichte, es ist ein Juwel in unserer Museumslandschaft. Es macht einen bedeutenden Teil unserer Vergangenheit sicht- und erlebbar. In der neuen Dauerausstellung erzählen hochrangige Ikonen und persönliche Erinnerungsstücke jeweils ihre ganz eigenen Geschichten. Zusammen zeichnen sie auf beispielhaftem Niveau ein spannendes und facettenreiches Bild unserer Geschichte. Hier finden wir ein Stück Heimat!“

 

Inhaltlich schließt das Museum eine Lücke: Es dokumentiert die Demokratiegeschichte Bayerns und zeigt, wie Bayern Freistaat wurde und was ihn besonders macht. Prägend für das neue Museum ist der erzählerische Zugang, die Präsentation von vier charakteristischen Geschichten je Generation und ihre Inszenierung auf besonderen Bühnen. Damit wollen die Macher Kombinatorik und Fantasie der Besucherinnen und Besucher anregen. Der moderne Mediaguide, der neben Audioführungen auch Quellen in Film und Bild zugänglich macht, ermöglicht die eingehende Vertiefung der in großen Bildern inszenierten Objektensembles. Einzigartig für die europäischen Geschichtshäuser sind die Kulturkabinette, die im weitesten Sinn kulturelle Phänomene aufzeigen und hinterfragen, die besonders mit Bayern verbunden werden: von den Sprachen über die Feste, Architektur und Natur bis zum Sport.

 

Das neue Haus der Bayerischen Geschichte bietet in jeder Beziehung den „state of the art“: Barrierefreiheit, vorbildliche Inklusion, Passivhausstandard, Klimatisierung aus Abwasser, CO2-freie Heizung und Kühlung sowie Vitrinen ohne jegliche Schadstoffabsonderung sind nur einige der Besonderheiten. Der Museumsbau selbst ermöglicht effektive Betriebsführung und besondere Flexibilität für alle denkbaren Museumsnutzungen. Wie sonst kaum mehr üblich wurde der Bau der Dauerausstellung auf den Leib geschneidert. Die höchste Stelle des Gebäudes zeigt die wegweisende Wiedererrichtung der Demokratie 1948 mit der großen Inszenierung des Landtages: Hier finden sich Teile der originalen Einrichtung um den Landtagsteppich, dem größten Exponat des Museums.

 

Dr. Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, freut sich über die trotz vieler Hürden wie den Baustellenbrand im Sommer 2017 glückliche Fertigstellung: „In der Kombination der Bayerischen Landesausstellungen mit dem neuen Museum sucht das Haus der Bayerischen Geschichte nicht nur in Deutschland seines gleichen. Ich bin dankbar, dass ich mit unsrem hervorragenden Team diesen Schritt gehen durfte.“

 

Für die bauliche Realisierung des Museums in Regensburg sind das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr und das Staatliche Bauamt in Regensburg verantwortlich. Das Museumskonzept stammt vom Haus der Bayerischen Geschichte, die Gestaltung der Ausstellung wurde unter der Federführung des Büros hg merz Architekten Museumsgestalter in Stuttgart und Berlin realisiert. Die Museumsarchitektur entstand unter der Leitung von Stefan Traxler in der wtr architekten – wörner traxler richter planungsgesellschaft mbh.

Ausblick für das Haus der Bayerischen Geschichte

Der nächste Meilenstein des Hauses der Bayerischen Geschichte ist die Bayerische Landesausstellung „100 Schätze aus 1000 Jahren“, die vom 27. September 2019 bis 8. März 2020 im Donausaal des neuen Museums zu sehen sein wird. Damit wird in Regensburg ein halbes Jahr die gesamte bayerische Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart sichtbar. Darauf folgt im Januar 2020 die Eröffnung der Bavariathek, in der insbesondere jungen Menschen über historische Projektarbeiten der kritische Umgang mit Internet und digitalen Angeboten sowie die Produktion eigener medialer Erzeugnisse erlernen können. Von Anfang Mai bis Anfang November 2020 schließlich wird die Bayerische Landesausstellung „Stadt befreit. Wittelsbacher Städtegründer“ im Wittelsbacher Schloss Friedberg und im ehemaligen Feuerwehrhaus in Aichach präsentiert.

Mehr Informationen über das Haus der Bayerischen Geschichte finden Sie unter www.hdbg.de/museum

 

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