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Erscheinungsdatum: 29.06.2020
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G6 Kunst

© Haus der Bayerischen Geschichte | Foto: www.altrofoto.de

 

Zum einjährigen Bestehen hat das Haus der Bayerischen Geschichte seine Dauerausstellung erweitert. Die Generation 6, die sich mit dem Zeitabschnitt 1925 – 1950 beschäftigt, zeigt eine neue Projektion mit historischen Filmausschnitten, die die Künstler und Kunstwerke würdigt, die die Nationalsozialisten dauerhaft aus der öffentlichen Wahrnehmung verbannen wollten.

 

Die „Gleichschaltung“ im NS-Staat trifft auch die Kunst- und Literaturszene. In der „Aktion wider den undeutschen Geist“ werfen uniformierte Studenten im Mai 1933 Bücher jüdischer, sozialistischer und liberaler Autoren ins Feuer. Museumssammlungen werden von unerwünschten Werken „gesäubert“, die anschließend in großen Propaganda-Ausstellungen als „entartete Kunst“ verspottet werden, unter anderem Werke der Künstlergruppe Blaue Reiter. Künstler und Literaten, die wegen ihrer Herkunft oder Haltung nicht in das vorgefertigte Muster der NS-Ideologie passen, werden verfolgt und mit Berufsverbot belegt. Viele fliehen ins Exil. Vielfalt und Offenheit im Kulturbetrieb sind damit untergraben. Das Schaffen zahlreicher Künstler wird herabgewertet oder ausgelöscht – in manchen Fällen für immer.

 

 

Verwendung nur im Rahmen der Berichterstattung zum Museum der Bayerischen Geschichte.

Abdruck mit Bildnachweis honorarfrei, Beleg erbeten (Haus der Bayerischen Geschichte, Zeuggasse 7, 86150 Augsburg, pressestelle@hdbg.bayern.de, www.hdbg.de und https://www.hdbg.eu/museum)