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Die Bayerische Landesausstellung nimmt Fahrt auf: Der Doppel-Phaeton von Benz ist da! Pressemeldung

Erscheinungsdatum: 07.05.2021
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In seinem Museum am Donaumarkt in Regensburg veranstaltet das Haus der Bayerischen Geschichte zusammen mit der Stadt Regensburg vom 23. Juni 2021 bis 16. Januar 2022 die Bayerische Landesausstellung 2021 „Götterdämmerung II - Die letzten Monarchen“. Inhaltlich und zeitlich schließt die Landesausstellung an die erfolgreiche Schau „Götterdämmerung: König Ludwig II.“ aus dem Jahr 2011 an. Damals war Herrenchiemsee der Ausstellungsort, jetzt wird die Welterbestadt Regensburg Gastgeber sein.

 

Ein herausragendes Exponat ist in Regensburg bereits angekommen: Es handelt sich um ein Automobil, das mit seinen gut 100 Jahren immer noch schick und beeindruckend wirkt. Der „Benz 8/20 Doppel-Phaeton“ wird in der Bayerischen Landesausstellung in der Abteilung „Neue Zeiten“ von einer Welt im Wandel berichten. Diesen Wandel hat das Auto selbst mit eingeläutet.

 

Immer weiter, immer schneller

Dampfmaschinen auf Rädern, die erste Eisenbahn: Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Mobilität des Menschen rasant. Größere Distanzen wurden überwunden, und das in einem bis dahin nicht gekannten Tempo. Mit dem Fahrrad und seiner „einfachen“ Technik kam ein Verkehrsmittel für die individuelle Fortbewegung auf den Markt. Die Wahrnehmung von Raum und Zeit veränderte sich. 1885/86 entwickelte Carl Benz schließlich das erste Automobil: Er baute einen Verbrennungsmotor – den Rudolf Otto 1874 erfunden hatte – in eine lenkfähige Speichenradkutsche. Der Patent Motor-Wagen Nr. 1 schaffte mit diesem Antrieb und 0,75 PS eine Geschwindigkeit von 16 km/h. Unser Doppel-Phaeton in der diesjährigen Landesausstellung konnte diese Geschwindigkeit mehr als verdoppeln: Drei Jahrzehnte später kommt der Benz 8/20 schon auf rund 60 km/h Höchstleistung.

 

Holz, Leder und Stroh

Der Namensgeber für das Kraftfahrzeug stammt aus der griechischen Mythologie: Phaeton ist der Sohn des Sonnengottes Helios. Und doch hatte das Gefährt – wie viele Automobile um 1900 – noch so manche Schwachstelle: so hielten beispielshalber die Reifen in der Regel keine 100 Kilometer, dann mussten sie geflickt werden. Für uns heute kaum noch vorstellbar waren die Luftreifen mit Holzspeichen ausgestattet auch war die Innenverkleidung aus mit Stroh gefülltem Leder.

 

Ein Auto für den Kaiser

Das Automobil, das individuelle Fortbewegung in hoher Geschwindigkeit und über große Distanzen ermöglichte, war ohne Zweifel eine Erfindung, die die Gesellschaft veränderte und das 20. Jahrhundert prägte. Zu Beginn waren solche „Wunderdinge“ jedoch nur für eine reiche Oberschicht bezahlbar. Der Doppel-Phaeton von Benz wurde zwischen 1912 und 1921 gebaut. Günstig war der „Flitzer“ mit zwei Doppelsitzreihen damals nicht: für unser blattgefedertes und mit Luftreifen ausgestattetes Modell, den Roadster, mussten 10.200 Mark aufgebracht werden. Viele Fürsten und Monarchen hatten bald neben Kutschen Automobile in ihren Remisen stehen. So wuchs der Fuhrpark der Thurn und Taxis ab 1902 kontinuierlich. Auch der deutsche Kaiser Wilhelm II. hatte neben mehreren Kutschen einen Mercedes in seinem Fuhrpark.

 

Bayerische Landesausstellung 2021 „Götterdämmerung II - Die letzten Monarchen“

Haus der Bayerischen Geschichte | Museum, Donaumarkt 1, 93047 Regensburg

Laufzeit: 23. Juni 2021 bis 16. Januar 2022

 

Eintrittspreise*

Erwachsene: 12,00 € (Der Besuch der Dauerausstellung ist am selben Tag inbegriffen).

Ermäßigt: 10,00 € (z. B. Senioren, Schwerbehinderte, Gruppen ab 15 Personen)

Eintritt frei: Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie Schüler im Klassenverband und Studierende bis 30 Jahre, sowie Mitglieder des Freundeskreises Haus der Bayerischen Geschichte

 

Kontakt

Haus der Bayerischen Geschichte

Zeuggasse 7, 86150 Augsburg

Telefon +49 (0)821 3295-0

E-Mail pressestelle@hdbg.bayern.de

www.hdbg.de

* Änderungen vorbehalten!

Weitere Informationen zur Bayerischen Landesausstellung 2021

„Götterdämmerung II - Die letzten Monarchen“

 

Katalog zur Bayerischen Landesausstellung

Im Katalogbuch zur Bayerischen Landesausstellung spiegelt sich zuallererst die Ausstellung wieder. Jedes der rund 140 Exponate erzählt seine Geschichte und behauptet seinen Platz in der Erzählung vom Umbruch um 1900. Die Totenmaske König Ludwigs II. eröffnet den Reigen, die Kostüme der Geistlichkeit, die König Ludwig III. und seine Frau 1921 zu Grabe tragen, beenden die Schau. Dazwischen begegnet der Leser neuen Göttern aus Wissenschaft und Technik, starken Frauen, die eigene Wege gehen und Monarchen und Monarchinnen. Kaiserin Elisabeth von Österreich, der bayerische König Ludwig III., Kaiser Wilhelm II. und das russische Zarenpaar – sie alle kämpfen um ihren Platz in einer sich schnell verändernden Welt. Am Ende entscheiden Weltkrieg und Revolution über ihr Schicksal.

 

Der Katalog wird voraussichtlich ab 22. Juni 2021 an folgenden Stellen erhältlich sein:

·        im HdBG-Online-Shop, Preis: 24,- € + Versandkosten

·        im Laden und an der Kasse im Museum in Regensburg, Preis: 24,- €

·        im Buchhandel, Preis: 29,95

 

Schloss St. Emmeram - Originalschauplatz der Geschichte

Helene von Thurn und Taxis (1834-1890), Schwester von Kaiserin Elisabeth von Österreich, verheiratet mit Erbprinz Maximilian Anton von Thurn und Taxis lebte seit ihrer Hochzeit in Regensburg. 1890 starb sie in Schloss St. Emmeram. Vieles erinnert dort noch heute an sie. Besuchen Sie den einzigen Originalschauplatz der Landesausstellung in Regensburg!

Weitere Informationen unter: www.thurnundtaxis.de

 

Die Stadt Regensburg rund um die Landesausstellung

Die Stadt Regensburg als Kooperationspartner des Hauses der Bayerischen Geschichte bietet ein vielfältiges Begleitprogramm zur Landesausstellung. An ganz unterschiedlichen Orten lassen Führungen, Konzerte, Filme, Ausstellungen und virtuelle Formate die Welt der „Götterdämmerung“ an der Wende vom 19. Zum 20. Jahrhundert auf lokaler Ebene wieder lebendig werden. Alle aktuellen Termine und Informationen zum Begleitprogramm unter:

www.regensburg.de/landesausstellung-2021