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Maximilian II.

 

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Fröhlich, Franz Joseph

Titel: Professor
Geburt: 28. Mai 1780, Würzburg
Tod: 5. Januar 1862, Würzburg
Beruf: Musiker, Komponist, Konservator, Hochschullehrer
Konfession: römisch-katholisch

Im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts hatte wie vielerorts studentische Musizierlust zur Gründung eines „Collegium musicum academicum“ geführt. 1797 begann ein neues Unternehmen, das „Collegium musicum academicum Wirzeburgense“, mit seinen musikalischen Aktivitäten. Aus diesen und anderen Initiativen wuchs schließlich die später sogenannte Königliche Musikschule hervor. 1804 als „Akademisches Musikinstitut“ eingerichtet und anerkannt, als solches bis 1820 an die Universität gebunden und dann als selbständiges Institut war es für die Ausbildung von Musikern und Schullehrern verantwortlich – die erste derartige Ausbildungsstätte auf deutschem Boden überhaupt.

In den Annalen ihrer Geschichte behauptet Franz Joseph Fröhlich (1780–1862) einen herausragenden Platz. Der gebürtige Würzburger hatte in seiner Vaterstadt Jura und Philosophie studiert, daneben am Juliusspitälischen Studenteninstitut eine musikalische Ausbildung genossen. Seiner künstlerischen und pädagogisch-wissenschaftlichen Begabung gemäß entfaltete er in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts sein für Würzburg höchst ertragreiches Wirken.

Er war es dann auch, der als Direktor des Musikinstituts die Brücke zur Universität schlug. Ohne sich im eigentlichen Sinne akademische Würden erworben zu haben – den Doktortitel erhielt er ehrenhalber unter Erlaß einer wissenschaftlichen Abhandlung –, durfte er seit 1804 den Titel Privatdozent tragen und an der Universität Musikgeschichte lehren. Nach außerordentlichen Professuren für Ästhetik (1812) und für Pädagogik und Didaktik (1819) wurde Fröhlich schließlich 1821 in den Kreis der ordentlichen Professoren aufgenommen – nicht als Vertreter der Musikwissenschaft, sondern der allgemein für die Künste zuständigen Ästhetik. Als solcher übernahm er 1834 auch die Leitung der Antiken-, Gemälde- und Kupferstich-Sammlung der Universität.

(aus: Musikforschung in Würzburg – ein Rückblick, http://www.musikwissenschaft.uni-wuerzburg.de/studium/musikwissenschaft_in_wuerzburg/)


Literatur:

Hermann Beck, Fröhlich, Franz Joseph, in: NDB 5, 1961, S. 648 f. (Online-Fassung)