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Ludwig III.

 

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Der Provisorische Nationalrat (1918/19)

8. November 1918 bis 4. Januar 1919

Am 8. November 1918 konstituierte sich im Landtagsgebäude der Provisorische Nationalrat als Erssatz der Kammer der Abgeordneten und der Kammer der Reichsräte. Er stellte eine Mischung aus parlamentarischen Elementen und solchen des revolutionären Rätesystems dar.

Der Provisorischen Nationalrates hatte als Hauptaufgabe die Koalitionsregierung von Unabhängigen Sozialdemokraten (USPD) und Mehrheitssozialdemokraten (MSPD) unter (dem provisorischen) Ministerpräsident Kurt Eisner (USPD), die sich auch am 8. November gebildet hatte, zu bestätigen und ihr damit eine wenigstens eine vorläufige Legitimität zu geben.

Die geringe politische Bedeutung des Provisorischen Nationalrats wird beispielhaft daran ersichtlich, dass er erst fünf Wochen später, am 13. Dezember 1918, zu seiner zweiten Sitzung einberufen wird.
Die Regierung Eisner räumt ihm lediglich eine beratende Funktion ein und verweigert ihm jede Mitwirkung an der Gesetzgebung.

Mit den Wahlen zum Bayerischen Landtag am 12. Januar 1919 erlischt die Existenz des Provisorischen Nationalrats und es konstituiert sich das erste demokratisch gewählte bayerische Parlament.

 

Zum Verlauf siehe „Geschichte des Bayerischen Parlaments seit 1819“ (Überblick).