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Ludwig III.

 

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Revolution und Räterepublik in Bayern (1918/19)

Büro der Arbeiter- und Soldatenräte Der Simplicissimus
Generalstreik in München im April 1919 Karikatur „Die Revolutionsnacht vor der Residenz“ in Gedichten und Illustrationen
Karikatur „Die rote Flut“ Karikatur „Geschäfts-Aufgabe“
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7. November 1918 bis 8. Mai 1919

Am 7. November 1918 wird in Bayern von Kurt Eisner die Republik, der Freistaat Bayern ausgerufen.
Die Monarchie ist beendet, die Herrschaft der Wittelsbacher existiert nicht mehr. König Ludwig III. entbindet Beamte, Soldaten und Offiziere am 13. November 1918 von ihrem Treueid, ohne jedoch selbst anzudanken.

Der Provisorische Nationalrat wird als vorläufiges Parlament installiert, Eisner wird der erste Nachkriegs-Ministerpräsident Bayerns. (Da das Amt des Ministerpräsidenten erst in der „Bamberger Verfassung“ vom 12.08.1919 offiziell geschaffen wird, kann man Eisner daher richtiger als „provisorischen Ministerpräsidenten“ bezeichnen. Selbst benutzt Eisner die Bezeichnungen „erster Vorsitzender“ des  Rates der Arbeiter, Soldaten und Bauern, „Vorsitzender des Gesamtministeriums“ und eben „Ministerpräsident“.)

Am 12. Januar 1919 wird der Bayerische Landtag gewählt. Erstmals existiert damit eine demokratisch gewählte Volksvertretung in Bayern. Er soll über eine neue Verfassung beraten.
Am 21. Februar 1919, dem Tag der konstituierenden Sitzung des Landtags wird Kurt Eisner ermordet. Daraufhin bildet sich der Zentralrat der Republik Bayern, als Gegenpol zu den parlamentarischen Parteien. Nach Verhandlungen kann der Landtag am 17. März 1919 Johannes Hoffman zum ersten demokratisch legitimierten Ministerpräsidenten wählen.
Eine zweite Einberufung des Parlaments für den 9. April verhindert der Zentralrat indes und ruft am 7. April 1919 die Räterepublik aus. Intellektuelle und Schriftsteller wie Erich Mühsam, Gustav Landauer und Ernst Toller werden zu ihren Protagonisten. Bereits nach einer Woche wird die erste Räterepublik von der kommunistischen Räterepublik abgelöst.

In einem folgenden Bürgerkrieg, wird die Räterepublik blutig niedergeschlagen. Am 8. Mai 1919 enden die letzten Kämpf in München.

Von einer Hochburg der Roten wandelte sich Bayern innerhalb weniger Monate zur „Ordnungszelle“ des Reichs und zum Sammelbecken nationalistischer, rechtsextremer Gruppierungen.

Landtag und Regierung Hoffmann weichen nach Bamberg aus. Das Plenum nimmt am 12. August die „Bamberger Verfassung“ an.

 

Weitere Informationen finden sie unter „Revolution! Bayern 1918/19“.