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Maximilian I. Joseph

 

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Das Entscheidungsjahr 1805

Am 25. August 1805 schlossen Bayern und Frankreich im Münchner Vorort Bogenhausen ein Geheimbündnis. Angesichts der Tatsache, dass im ausbrechenden Dritten Koalitionskrieg weder Napoleon noch Österreich die Neutralität Bayerns hinnehmen würden, rang sich Kurfürst Max IV. Joseph nach langem Zögern zu einem Bündniswechsel durch. Bayern, das mit dieser Allianz für beinahe zehn Jahre sein Schicksal mit demjenigen Napoleons verknüpfte, musste dem französischen Kaiser 20 000 Soldaten stellen. Frankreich garantierte die territoriale Integrität Bayerns und sicherte seine Unterstützung beim Erwerb weiterer Gebiete zu. Anfang September drangen österreichische Truppen unter Erzherzog Ferdinand von Habsburg-Este (1781–1850) und Feldmarschall Karl von Mack (1752–1828) nach... [mehr...]

Die Annahme der Königswürde durch Maximilian Joseph

Es war eine bewusst klein und einfach gehaltene Zeremonie, die am Morgen des 1. Januar 1806 in den Appartements der Königin, den vormaligen Kaiserzimmern, in der Münchner Residenz stattfand. Die beteiligten Personen waren sich wohl über die besonderen Umstände, die zur Erlangung der Königswürde geführt hatten, im klaren: die Hinwendung Bayerns zu Frankreich, die Verpflichtung des bayerischen Königs, seine Tochter mit Napoleons Stiefsohn zu verheiraten und die schließlich darauf folgende Auflösung des Staatenverbandes des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation. Zwei Hauptakteure, die ganz wesentlich für die Erlangung der Königswürde verantwortlich waren, blieben der Zeremonie fern: der leitende bayerische Minister Maximilian Joseph von Montgelas und der... [mehr...]

Die Ausrufung des Königreichs Bayern in München am 1. Januar 1806

„Heute Morgens nach 10 Uhr ist der Landes-Herold J[oseph] Stürzer, von einer Abtheilung der prächtig montirten bürgerlichen Cavallerie begleitet, durch die Strassen der Stadt einhergeritten, und hat unter Trompeten- und Paukenschall, und fröhlichem Zusammenjauchzen des Volks [...] Maximilian Joseph, als König von Baiern [...] feyerlich ausgeruffen, [...]“, so berichtete die „Augsburgische Ordinari Postzeitung“ am 3. Januar 1806 von den Ereignissen des 1. Januar in München. Die Ausrufung begleiteten alle Glocken der Münchner Kirchen und zweihundert Böllerschüsse. Damit war ein 14 Tage dauernder Festreigen eröffnet, der in der Hochzeit der Königstochter Auguste Amalie mit dem Adoptivsohn Napoleons, Eugène Beauharnais, am 14. Januar gipfelte. Die Minister und die... [mehr...]

Die Begründung der bayerischen Königswürde

Seine Königswürde hatte der bayerische Kurfürst Max IV. Joseph dem französischen Kaiser Napoleon I. zu verdanken. Um dies nicht allzu deutlich zu offenbaren, suchten und fanden die Juristen und Beamten im Auftrag des Herrschers eine Legitimation aus der Geschichte des bayerischen Herrscherhauses. Das bayerische Herrscherhaus der Wittelsbacher führte sich, wie viele andere Geschlechter auch, auf Karl den Großen zurück. Man glaubte einen legitimen Anspruch auf die Königswürde zu haben, da Bayern – so behaupteten verschiedene Geschichtsschreiber – bereits unter den Agilolfingern (6.–8. Jahrhundert) und Luitpoldingern (10. Jahrhundert) ein Königreich gewesen sei. Außerdem hatten es zwei bayerische Herrscher zur Kaiserwürde gebracht: Kaiser Ludwig der Bayer... [mehr...]

Kroninsignien und Krönung

„Unsere feyerliche Krönung und Salbung haben Wir auf eine günstigere Jahreszeit vorbehalten“. Die Schlussworte der Königsproklamation vom 1. Januar 1806 verweisen auch auf ein praktisches Problem: Allzu schnell hatten die politischen Ereignisse im Herbst 1805 die Voraussetzungen für ein „Königreich Baiern“ geschaffen, als dass zum fraglichen Zeitpunkt bereits Kronen und weitere Insignien für das bayerische Herrscherpaar angefertigt worden wären. Im zweiten Halbjahr 1805 waren in Deutschland politische und militärische Entscheidungen gefallen, die es Kurpfalzbaiern und seinem Herrscher Kurfürst Max IV. Joseph unmöglich machten, im Konflikt zwischen Österreich und Frankreich neutral zu bleiben. Dass Bayern mit dem Vertrag von Bogenhausen – vorerst geheim –... [mehr...]
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