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Maximilian II.

 

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Wappen König Maximilians I. Joseph, ab 20. Dezember 1806

Karte: Bayern ab März 1804 Karte: Bayern ab Oktober 1810
Karte: Bayern ab September 1808 Staatswappen des Königreichs Bayern von 1835
Wappen Kurfürst Maximilians IV. Joseph, ab 1799 Wappen Kurfürst Maximilians IV. Joseph, ab 1804
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20. Dezember 1806

Federzeichnung, koloriert

Mit der Niederlegung der Kaiserkrone durch Franz II. (1768–1835) am 6. August 1806 endete die fast neunhundertjährige Geschichte des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation. Der bayerische König Max. I. Joseph (1776–1825) gab daraufhin ein neues Wappen in Auftrag, das die Bezüge zum Alten Reich aufheben sollte. Das neue Wappen wurde am 20. Dezember 1806 eingeführt: 42 weiß-blaue Rauten symbolisierten die nun zum Königreich zusammengeschlossenen Territorien. Gleichzeitig waren sie Ausdruck eines einheitlichen Staatsgebildes, in dem alt- und neubayerische Gebiete aufgehen sollten. Im Mittelschild des Wappens finden sich die Zeichen der Souveränität: Zepter, Schwert und Königskrone, die den Kurfürstenhut ersetzt. Während der seit Jahrhunderten im bayerischen Wappen vertretene Pfälzer Löwe nur noch als Schildhalter dient, werden das Wappenzelt aus Purpur und Hermelin und die Ordensketten aus dem kurfürstlichen Wappen übernommen. Bei den Ehrenzeichen handelt es sich um den Hubertusorden, den Georgsorden und den Militär-Max-Joseph-Orden.

Lit.: Wilhelm Volkert, Die Bilder in den Wappen der Wittelsbacher, in: Hubert Glaser (Hrsg.), Die Zeiten der frühen Herzöge (Wittelsbach und Bayern, Bd. I/1), München / Zürich 1980, S. 13–28.

Lageort: München, Stadtmuseum, M I / 1903
Copyright: Münchner Stadtmuseum