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Maximilian II.

 

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Allegorie auf den Einzug des neuen bayerischen Kurfürstenpaares Max Joseph und Karoline im März 1799

nach 21. Februar 1799

Marianne Kürzinger (1770–1809), 1799

Gemälde, Öl auf Leinwand

Am 20. Februar 1799, vier Tage nach dem Tod des pfalz-baierischen Kurfürsten Karl Theodor, war sein Nachfolger, Maximilian Joseph, in seine neue Residenzstadt München eingezogen. Bis dahin hatte er sich mit seiner Familie in Mannheim aufgehalten. Die Kurfürstin folgte ihm erst am 11. März. Sie hatte sich nach der Abfahrt Max Josephs erst noch zu ihrer Mutter nach Karlsruhe begeben und reiste von dort aus nach München. Kronprinz Ludwig und seine Geschwister waren bereits am 2. März von Mannheim aufgebrochen, da die Franzosen die Stadt besetzt hatten.

Einen Tag nach der Ankunft der Kurfürstin, am 12. März 1799, fanden die offiziellen Feierlichkeiten zum Empfang des Kurfürstenpaares statt. „Feyerlicher Einzug in hiesige Stadt um 4 Uhr Nachmittag und abends um 7 Uhr feyerliche Beleychtung der ganzen Stadt“, so schrieb der Augenzeuge Maximilian Joseph Graf von Seinsheim (1751–1803) in sein Tagebuch.

Marianne Kürzinger lässt in einer Fantasielandschaft einen Engel mit den Porträts des Kurfürstenpaares einschweben. Bavaria streckt dem neuen Herrscherpaar beide Arme entgegen und empfängt sie freudig. Der bayerische Löwe nimmt keinen Anteil an dem Ereignis, sondern ruht selbstbewusst und gelassen auf der Erde. Der abgestorbene Baum im Bildvordergrund könnte ein Hinweis auf den ohne legitime Nachkommen gestorbenen Kurfürsten Karl Theodor sein.

 

Künstler, Ersteller / Fotograf: Marianne Kürzinger (Malerin)
Lageort: München, Bayerische Staatsgemäldesammlungen 4318
Copyright: Bayerische Staatsgemäldesammlungen München, Artothek