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Ludwig I.

 

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Gedenktafel der Pfarrei Prettelshofen für ihre in den Napoleonischen Kriegen gefallenen und vermissten Soldaten

1815

Gemälde, Öl/ Holz

Von September 1805 bis Oktober 1813 kämpfte das Königreich Bayern auf der Seite Napoleons in den verschiedenen Koalitionskriegen. Bayerische Soldaten kamen daher auf den Schlachtfeldern Preußens, Polens, Österreichs, Russlands und Bayerns zum Einsatz.Vom Oktober 1813 bis Juni 1815 gehörte Bayern der antinapoleonischen Koalition an. Seine Truppen kämpften in Deutschland und Frankreich gegen den ehemaligen Verbündeten.

Die Pfarrei Prettelshofen [Brettelshofen] bei Wertingen errichtete für ihre vermissten Soldaten eine Gedenktafel. Durch Nennung der Truppenteile (3. Linien-Infanterieregiment bzw. 4. Cheveaulegers-Regiment) lassen sich zwei der Vermissten der Augsburger Garnison zuordnen. Ein weiterer kam als Angehöriger der Nationalgarde in einem Nationalfeldbataillon nicht mehr von den Kämpfen zurück. Die Nationalgarde war in mehreren Schritten zwischen 1805 und 1808 ins Leben gerufen worden, um Bayern gegen feindliche Streitkräfte zu schützen. Ein Einsatz außerhalb der Landesgrenzen war nicht vorgesehen. In den Befreiungskriegen von 1813/15 konnten die Soldaten jedoch auf freiwilliger Basis auch außerhalb Bayerns eingesetzt werden.

Grünsteudel, Günther (Hg.): Augsburger Stadtlexikon, Augsburg, 1998.Bezzel, Oskar: Geschichte des Königlich Bayerischen Heeres unter König Max I. Joseph von 1806 bis 1825, München 1933.

Lageort: Wertingen, Heimatmuseum
Copyright: Augsburg, Haus der Bayerischen Geschichte