Wolnzach


 

GESCHICHTE
Wolnzach – Kapuzinerkloster und Abrissobjekt

Die Gründung eines Kapuzinerklosters in Wolnzach geht zurück auf Franz Anton Wilhelm Baron von Elsenheim und Nanhofen. Als kurfürstlicher Kämmerer, zudem Oberstleutnant des Leibregiments und Pfleger zu Moosbach erlangte der Baron zunächst die mündliche Zusage des Kurfürsten Max Emanuel. Auch die Bischöfe von Freising und Regensburg hatten nichts gegen die Gründung des Klosters. Wie der Kurfürst so starb auch Elsenheim vor der Verwirklichung des Vorhabens. Zwei andere hohe Beamte traten an seine Stelle und schließlich fand am 2. Mai 1726 die Grundsteinlegung statt. Der Baugrund vor den Toren des Ortes war eine Stiftung zweier Wolnzacher Bürger.

Noch im Jahr der Grundsteinlegung 1726 wurde der Bau bezugsfertig; es fehlte allerdings noch eine Kirche. Ihr Bau wurde bald in Angriff genommen und der Regensburger Weihbischof Gottfried Langwert von Simmern konsekrierte die Kirche am 20. Juli 1728 auf das Patrozinium des hl. Felix.

Nicht einmal hundert Jahre existierte das Wolnzacher Kapuzinerkloster: 1802 wurde es aufgehoben, die Insassen in das Zentralkloster Wasserburg gebracht. 1806 kam auch für dieses Zentralkloster das Ende, die verbliebenen Kapuziner zogen weiter nach Altötting und Burghausen.

Das ehemalige Klosterareal wurde im Jahr 1803 vom Staat an die Brüder Mayer aus dem schweizerischen Aarau verkauft, die es allerdings nur kurzzeitig in Besitz hatten. Der nächste Besitzer Thomas Forster brach die Klostergebäude ab und verwendete das Baumaterial für andere Gebäude. Heute sind keine Reste des Kapuzinerklosters mehr vorhanden.

(Laura Scherr)



 

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