Tegernbach


 

GESCHICHTE

Dorfen, Benediktinerkloster St. Michael – eine Stätte frühesten Mönchtums in Bayern

 

Auf dem strategisch günstig an einem Flussübergang und an einer alten Römerstraße gelegenen Gebiet der Stadt Dorfen im Isental befand sich in der ehemaligen Gemeinde Tegernbach schon im 8. Jahrhundert ein Benediktinerkloster. Es war dem hl. Michael geweiht. Als Wohltäter und Stifter kommt Graf Helmuni, ein Mitglied der einheimischen Adelsfamilie der Fagana, oder bereits einer seiner Vorfahren in Frage. Graf Helmuni schenkte im Jahr 792 seinen Besitz zu Tegernbach an die Domkirche zu Freising. Ein Jahr zuvor hatte in Tegernbach schon die Weihe eines Diakons stattgefunden. Unter Atto, dem fünften Bischof von Freising (Amtszeit 783–811), einem Förderer der Benediktiner, gehörte die Abtei bereits zu den bischöflichen Eigenklöstern. Hemmerle nennt für das Jahr 819 einen in Tegernbach tätigen Abt, dessen Name vermutlich Salamon lautete. 845 leitete Abt Arn das Kloster. Er war ein Neffe des Erzbischofs Arno von Salzburg. Arn und auch Abt Deotrih (868 und 875 erwähnt) entstammten Adelsfamilien. Laut Freisinger Urkunden aus dem 10. Jahrhundert war das Kloster damals neben dem Abt mit sechs Benediktinermönchen und sechs Fratres besetzt. Der Besitz umfasste 700 Tagwerk. Die Abtei wurde vermutlich im Zusammenhang mit den Ungarneinfällen in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts zerstört. In der Folgezeit existierte hier nur noch ein Wirtschaftshof des Bistums Freising.

 

Christine Riedl-Valder

 

 

Link:

http://www.wasentegernbach.de/Ort/index.html

 



 

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