Bedernau


 

GESCHICHTE

Bedernau ? ?Bete und arbeite?

 

Schwigger II., Herr von Mindelheim, begründete im Jahr 1250 in dem Ort Bedernau (Gemeinde Breitenbrunn) ein Hospital der Wilhelmiten. Die Glaubensbrüder gehörten einem italienischer Eremitenorden an, der von Wilhelm von Malavalle (gest. 1157) gegründet und 1249 von der katholischen Kirche anerkannt wurde. Seit Mitte des 13. Jahrhunderts verbreiteten sich die Wilhelmiten auch nördlich der Alpen. Die Brüder lebten nach der Benediktinerregel und deren Leitsatz ?ora et labora? ? ?bete und arbeite?.

Schwigger II. übertrug seiner Stiftung 1252 die Kirche und alle pfarreilichen Rechte sowie die Einnahmen von Bedernau. Obwohl die geistliche Gemeinschaft in der Folgezeit auch eine Reihe bischöflicher und päpstlicher Privilegien erhielt, konnte sich das Wilhelmitenkloster in diesem Ort nicht entwickeln. Schon 1255 bekamen die Brüder einen Hof in Vogenbach als Ersatz für Bedernau angeboten. 1263 zog der Konvent schließlich nach Mindelheim um, nachdem sie sich kurz zuvor den Augustinereremiten angeschlossen hatten. Damit erlitten sie das gleiche Schicksal wie die beiden anderen bayerischen Wilhelmitenklöster Seemannshausen und Schönthal.

Von dem ehemaligen Kloster in Bedernau ist nichts mehr zu finden. Im Bau der katholischen Pfarrkirche St. Georg haben sich aus der Zeit der Wilhelmiten Reste einer romanischen Chorturmkirche aus dem 12. und 13. Jahrhundert erhalten.



 

SUCHE

LAGE IN BAYERN
Kartenausschnitt in Google Maps anzeigen