Neuburg a.d.Donau, Elisabethinerinnenkloster St. Elisabeth


 

GESCHICHTE

Neuburg/Donau, Elisabethinerinnenkloster St. Elisabeth – Im Dienst der Kranken

 

Das  Kloster der Elisabethschwestern in Azlburg bei Straubing hatte nach seiner Wiedererrichtung so großen Zulauf, dass man eine Ausbreitung des Ordens ins Auge fassen konnte. Als der Magistrat der Stadt Neuburg anfragte, ob die Kongregation das dortige städtische Frauenkrankenhaus übernehmen wolle, ergriff man diese Gelegenheit. Am 8. Juli 1840 reisten drei Schwestern nach Neuburg. Sie fanden bei ihrem Unternehmen finanzielle Unterstützung durch die österreichische Kurfürstin Leopoldina, die eine große Wohltäterin dieses weiblichen Hospitalordens war. Die Schwestern gründeten nun in Neuburg das Kloster St. Elisabeth und übernahmen das städtische Kranken- und Armenhaus. Seitdem widmeten sie sich der Pflege bedürftiger Neuburger Frauen. Im Lauf der Zeit entwickelte sich die Niederlassung zu einer kleinen Kongregation mit fünf Standorten und 127 Schwestern, deren Arbeit Anerkennung fand. So forderte beispielsweise 1890 die Stadt Lauingen Pflegekräfte an für eine Anstalt, in der unheilbar kranke Frauen gepflegt wurden. 1894 errichteten die Schwestern in Neuburg das Hl.-Geist-Spital, ein Altersheim. 1901 übernahmen die Elisabethinerinnen das städtische Krankenhaus in Aindling.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg erkannte der Orden die Notwenigkeit, die Arbeit im Bereich der Krankenpflege durch eine gute Ausbildung abzusichern. Daher wurde 1948 eine Krankenpflegeschule eingerichtet. 1954 wurde die Kinderkrankenpflegeschule und 1961 eine Kinderklinik mit über 100 Betten (1999 saniert; 2012 umgebaut und modernisiert) eröffnet. Nachdem die Barmherzigen Brüder aus dem Kloster St. Wolfgang 1978 aufgrund von Nachwuchsmangel gezwungen waren, ihr Männerhospital aufzugeben, erweiterte sich der Tätigkeitsbereich der Schwestern erneut. Die Kongregation übernahm auch das Brüderkrankenhaus und betrieb die drei Kliniken ab 1980 unter den Namen Vereinigte Ordenskrankenhäuser GmbH. Um mit den wachsenden Anforderungen der medizinischen Technik und Versorgung Schritt halten zu können, entschloss sich der Orden zum Bau einer großen Gesamtklinik für Frauen und Männer, die von 1987 bis 1992 errichtet wurde. Der Konvent erhielt 1996 einen Klosterneubau mit der Hauskapelle St. Wolfgang. Mittlerweile sind die Elisabethinerinnen seit über 170 Jahren in Neuburg nach dem Vorbild ihrer Ordenspatronin, der hl. Elisabeth von Thüringen, im Dienst der Kranken tätig. Die Schwestern engagieren sich in den ordenseigenen Kliniken in der Krankenpflege, der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie in der Altenpflege.

 

(Christine Riedl-Valder)

 

 

Link:

 

http://www.kliniken-st-elisabeth.de/ueber-uns/geschichte/geschichte.html



 

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