Dießen


 

GESCHICHTE

Dießen am Ammersee, Kloster St. Alban, Benediktinerinnen – Entwicklungshilfe und Hilfe für Kinder

 

Das Benediktinerinnenkloster mit der Wallfahrtskirche St. Alban liegt nördlich von Dießen malerisch auf einer Landzunge im Ammersee. Barbara von Freyberg (1885–1933) gründete die Institution im Jahr 1923. Bereits im Ersten Weltkrieg hatte sie unter dem Namen Schwester Annunziata als Rotkreuzschwester im Lazarett von St. Ottilien in Eresing gewirkt und sich für bedürftige Kinder engagiert. Seit 1919 führte sie dort mit zwei Gefährtinnen ein klösterlich geprägtes Leben und gehörte als Oblatin der Gebetsgemeinschaft der Benediktinerabtei St. Ottilien an. Daher war die Ordensregel des hl. Benedikt wegweisend für ihr geistig-geistliches Leben. 1923 siedelte sie mit ihren Genossinnen und einigen zu betreuenden Kindern nach St. Alban am Ammersee um. Die anfangs rechtlich noch ungesicherte Einrichtung gründete den Verein der Schutzengelschwestern e.V., dessen Name auf das karitative Wirken für die Heranwachsenden verweist.

 

Nach dem Tod der Gründerin im Jahr 1933 war die Einrichtung gefährdet. 13 Jahre lang bestand ein Verbot zur Aufnahme weiterer Kandidatinnen. Erst ab 1946 konnten wieder junge Frauen in die Schwesterngemeinschaft eintreten. Sieben Jahre später eröffnete sich für das Kloster mit der Übernahme von Aufgaben zur Entwicklungshilfe in Afrika ein weites Betätigungsfeld, das die Zukunft des Klosters wesentlich prägte. Am 6. Januar 1957 wurde in Eshowe/Südafrika die Kongregation der Benediktinerinnen von St. Alban ins Leben gerufen.1959 schlossen sich die deutschen Schwestern dieser Kongregation an. Ab 1962 wurde neben der Wallfahrtskirche St. Alban ein neuer Klosterbau mit Kapelle als geistiger Mittelpunkt der Gemeinschaft errichtet. 1966 erhob man die Niederlassung zum selbstständigen Priorat. Seit 2010 repräsentiert das Priorat St. Alban offiziell den Sitz der Kongregation.

 

Das Kloster unterhält seit seinen Anfängen ein Kinderheim mit Kindergarten; ein Gästehaus, eine Gärtnerei und eine Landwirtschaft kamen dazu. Für Interessenten, die das klösterliche Leben kennen lernen wollen, bieten die Schwestern die Mitarbeit und einen zeitlich befristeten Aufenthalt in ihrer Gemeinschaft an.

 

 

(Christine Riedl-Valder)

 

 

Link:

 

www.kloster-st-alban.de 



 

SUCHE