Befestigungen der Skaliger


Quelle: Aus dem adeligen Leben im Spätmittelalter, 1986

Signatur: ADEL-PUB-1986-02

Entwurf: Haus der Bayerischen Geschichte
Grafik: Fritz Armbruster

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Beschreibung:

Mit dem Tod des Staufers Kaiser Friedrichs II. (1250) scheiterte endgültig der Versuch in Italien die Reichsgewalt wiederherzustellen. Oberitalien als ein Teil des Reiches war vom Zusammenbruch der Reichsgewalt besonders betroffen: Die Spannungen in und zwischen den Kommunen traten jetzt noch offener als vorher zutage. Mörderische Kämpfe wurden unter den Parteinamen der ?Guelfen? und ?Gibellinen? ausgefochten:
Die ?Guelfen? verstanden sich als die Vertreter der freien bürgerlichen Städtewesen. Sie wurden vom Papst unterstützt. Die ?Ghibellinen? dagegen waren Verfechter der kaiserlichen Zentralgewalt, von der etwa Dante andauernden Frieden erhoffte.
Verona, von 1259 bis 1387 von den Skaligern beherrscht, gehörte zu den kaisertreuen ?Ghibellinen?.
Aufstieg und Festigung der Skaligerherrschaft vollzogen sich im Gefolge kaiserlicher Politik, die Oberitalien für das Reich sichern sollte. Mehrere Mitglieder der Skaliger waren mit direkten Nachkommen des staufischen Kaiserhauses vermählt. Die höfische Kultur Friedrichs II. prägte Wesen und Form der Skaligerherrschaft in Verona. Mastino I. (1259-1277), der erste Skaliger, der die Politik Veronas bestimmte , unterstützte den Staufer Konradin bei dessen Versuch, seine Erbansprüche auf Sizilien geltend zu machen. Konradin bezahlte 1268 diesen Versuch mit dem Tod.


Quelle: Treml, Manfred (Hrsg.) / Armbruster, Fritz / Weigand, Wolfgang (Mitarb.), Aus dem adeligen Leben im Spätmittelalter. Die Skaliger in Oberitalien und in Bayern, München 1986, S. 71-72

Literatur:

  • Riedmann, Josef: Verona als Residenz der Skaliger, in: Paravicini, Werner / Patze, Hans (Hg.), Fürstliche Residenzen im spätmittelalterlichen Europa, Sigmaringen 1991 (Vorträge und Forschungen 36), S. 265 ff.
  • Aus dem adeligen Leben im Spätmittelalter. Die Skaliger in Oberitalien und in Bayern, hg. von Manfred Treml, München 1986 (Veröffentlichungen zur Bayerischen Geschichte und Kultur 12/86)