Die Feldzüge der bayerischen Armee in Frankreich 1814/15


Quelle: Napoleon und Bayern, Landesausstellung 2015

Signatur: NAPOL-LA-2015-01

Entwurf: Stefanie Buchhold
Grafik: Thoener von Wolffersdorff, Augsburg

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Beschreibung:

Der Feldzug von 1814 begann bereits im Januar, da man einer Mobilisierung der Truppen Napoleons zuvorkommen wollte. Die bayerische Armee war nun als Bündnispartner Österreichs Teil der Hauptarmee gegen Napoleon. Das Oberkommando hatte der österreichische Fürst Schwarzenberg inne. Napoleon rechnete im Winter nicht mit dem raschen Vormarsch seiner Gegner. Doch bereits am 1. Februar 1814 kam es zur Schlacht bei Brienne, in der die Bayern entscheidend zum Sieg der Alliierten beitrugen. Napoleon wurde zum ersten Mal auf französischem Boden geschlagen. Danach bewegte sich die Hauptarmee auf den in nordsüdlicher Richtung verlaufenden Straßen Richtung Paris hin und her. Die ärmliche Gegend war schnell ausgeplündert. Die Nachschublinien verliefen über Basel an den Rhein. Die Situation für die Verbündeten war wenig Erfolg versprechend, Napoleon gewann die Initiative zurück, bis es den Alliierten gelang, am 27. Februar bei Bar-sur-Aube die Lage zu ihren Gunsten zu wenden. Am 21. März kam es hier zur entscheidenden Schlacht, Napoleon musste sich zurückziehen. Die Alliierten beschlossen nach Paris zu marschieren, um den Druck auf Napoleon und die politischen Eliten Frankreichs zu erhöhen. Am 30. März begann die Einnahme von Paris. Die Bayern blieben bei Meaux zurück, um den Verbündeten den Rücken freizuhalten.
Der Feldzug von 1815 war schon entschieden, bevor er überhaupt richtig begonnen hatte. Am Tag, an dem die bayerischen Truppen am Rhein losmarschierten, schlug eine englisch-preußische Arme unter Wellington und Blücher bei Waterloo Napoleon in einer Weise, die sprichwörtlich für ein vollständiges Fiasko werden sollte. Die bayerische Armee marschierte auf Paris zu, um sich dann an der Seine Richtung Süden nach Orléans und Auxerre zu wenden, wo sie als Besatzungsarmee an der Loire und östlich davon stationiert blieb. Drei Monate später kehrte sie größtenteils nach Bayern zurück.
(Text: Stefanie Buchhold, in: Napoleon und Bayern, Katalog zur Bayerischen Landesausstellung 2015, Augsburg 2015, S. 276f.)