Die bayerische Armee im Feldzug gegen Preußen und Russland 1806/07


Quelle: Napoleon und Bayern, Landesausstellung 2015

Signatur: NAPOL-LA-2015-01

Entwurf: Volker Bräu, Felix Löcherer
Grafik: Thoener von Wolffersdorff, Augsburg

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Beschreibung:

Die Karte zeigt die Aktionen der bayerischen Armee im Feldzug Napoleons gegen Preußen und Russland 1806/07. Für Preußen bedeutete der vierte Koalitionskrieg mit der Niederlage von Jena und Auerstedt am 14. Oktober 1806 eine militärische und politische Katastrophe. Der Kronacher Kreisschulrat Franz August Bader formulierte es 1840 so: „Als ... die Blätter an den Bäumen bleich zu werden anfingen, war es, wo auch die Monarchie Preußens von Napoleons Übermacht zerdrückt, seine Krone zersplittert und sein alter Kriegsruhm unter dem Schwerte des Frankenhelden erblassen ... sollte.“ Demgegenüber konnten sich die Rheinbundstaaten als Verbündete des Siegers im Erfolg sonnen. Die bayerischen Truppen waren nur auf dem Nebenkriegsschauplatz eingesetzt, Teile der Kavallerie begleiteten die französische Hauptstreitmacht. Die Bayern belagerten, unterstützt durch die nachgerückte Division Deroy, die Festungen des Gegners in Schlesien wie Glogau und Breslau. Am Hauptkriegsschauplatz in Ostpreußen kämpfte dagegen im Jahr 1807 nur die bayerische Kavallerie. Sie konnte mit beachtlichen Leistungen glänzen. Auch die in die Nähe von Warschau abgezogenen Truppen Wredes unter dem Befehl von Kronprinz Ludwig behaupteten sich am 16. Mai im Gefecht bei Pultusk gegen russische Einheiten, wobei sie hohe Verluste erlitten. Napoleons Lob für „die beste Kavallerie der Welt“ und eine Menge erbeutetes Kriegsgut trugen den Ruhm des bayerischen Militärs auch in die Heimat. Territoriale Zugewinne erhielt Bayern, anders als erhofft, jedoch nicht.
(Text: Felix Löcherer, in: Napoleon und Bayern, Katalog zur Bayerischen Landesausstellung 2015, Augsburg 2015, S. 105)