Jüdisches Leben
in Bayern

Bundorf/Schweinshaupten Friedhof

Der jüdische Friedhof liegt östlich von Schweinshaupten am Waldrand auf einer kleinen Anhöhe. Er hat eine Größe von fast 2000 qm und wurde 1869 angelegt. Es sind noch etwa 110 Grabsteine erhalten.


Lage: östlich von Schweinshaupten am Waldrand auf einer kleinen Anhöhe. 

Größe: 1980 qm; Umzäunung mit einem Drahtzaun. 

Alter: 1869. Zuvor mussten die Toten nach Kleinsteinach gebracht werden. 

Beerdigungen: Es sind etwa 110 Grabsteine erhalten, darunter auffallend viele kleine Grabsteine und verhältnismäßig zahlreiche Kohanim-Gräber. Die letzte Beisetzung fand am 11. Januar 1940 statt (Math. Neumann).

Fotodokumentation "Steinerne Zeugnisse":

Israel Schwierz hat uns großzügig die Originalfotografien zu seiner 1988 erschienenen Dokumentation "Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern" zur Verfügung gestellt. Dafür gilt ihm unser großer Dank. Diese Fotografien stellen gerade im Hinblick auf die in vielen Fällen in den letzten 25 Jahren sehr rasch fortgeschrittene Verwitterung der Grabsteine eine wertvolle Quelle dar.

Adresse / Wegbeschreibung

97494 Bundorf

Von der Mitte des Dorfes auf der Birkenfelder Straße in Richtung Ermershausen, am christlichen Friedhof gegenüber links abbiegen und dort dem mittleren Weg folgen, der in einen ungeteerten Feldweg übergeht. Dem Verlauf ca. 450m folgen, wenn die Straße plötzlich wieder geteert ist Wagen abstellen bzw. nach Rechts abbiegen, nach 20m liegt der Eingang zum Friedhof rechts.

Literatur

  • Lothar Mayer: Jüdische Friedhöfe in Unterfranken. Petersberg 2010, S. 172-175.
  • Michael Trüger: Jüdische Friedhöfe in Bayern (8) [Schweinshaupten, Kleinsteinach, Bad Brückenau, Limbach]. In: Der Landesverband der Israelit. Kultusgemeinden in Bayern 9 (Dezember 1994), S. 23f.
  • Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation. 2. Aufl. München 1992 (= Bayerische Landeszentrale für politische Bildung A85), S. 121f.