Jüdisches Leben
in Bayern

Aufseß Friedhof

Lage: ca. 800 m nordwestlich vom Ortsrand an einem Hang im Flurstück „Föhrenteich“ (Plan Nur. 386). Größe: 1200 qm; fast quadratisches Friedhofsareal. Alter: 1722 verkaufte Freiherr Carl Heinrich von Aufseß der Judenschaft ein Grundstück, damit diese ihre Verstorbenen nicht mehr zum Friedhof nach Heiligenstadt bringen musste. Der älteste Grabstein soll von 1735 stammen. Einzugsbereich: Hollfeld, Bayreuth (bis 1786), Heiligenstadt (seit 1902). Beerdigungen: Insgesamt sind 143 Grabsteine erhalten. Die beiden letzten Beerdigungen fanden 1933 (Babette Fleischmann) und 1938 (Moses Günter) statt. Ihre Gräber befinden sich im hinteren Teil des Friedhofs. Schändungen: 1937.

Literatur

  • Guth, Klaus (Hrsg.): Jüdische Landgemeinden in Oberfranken 1800-1942, Bamberg 1988, S. 92-103
  • Schwierz, Israel: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens, 2. Aufl. München 1992, S. 204-205
  • Harburger, Theodor: Die Inventarisation jüdischer Kunst- und Kulturdenkmäler in Bayern, hg. von den Central Archives for the History of the Jewish People, Jerusalem, und dem Jüdischen Museum Franken – Fürth & Schnaittach., 3 Bde., Fürth 1998, Bd. 2, S. 29