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Markt Wallerstein


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
Geteilt; oben in Rot ein gestürzter, unten in Gold ein aufrechter silberner Sparren, die mit den Spitzen an der Teilungslinie zusammenstoßen.


WAPPENGESCHICHTE
Die Verleihung des Wappens 1567 durch die Grafen von Oettingen-Wallerstein ist urkundlich zwar nicht belegt, aber anzunehmen. Aus dem gleichen Jahr stammt auch das älteste erhaltene Siegel mit der Umschrift S. DES MARCKHS ZV WALLERSTAIN. Abgebildet ist ein sitzender Engel, der das Wappen im Halbrundschild hält. Eine farbige Zeichnung von 1811 macht aus den Gewandfalten Helmdecken und einen kleinen Schild, der ein verschlungenes W für Wallerstein zeigt. im Jahr 1818 wird dem Ort wie anderen Ruralgemeinden auch, das Recht der Wappenführung entzogen. Auf seine Bitten hin wird es ihm 1835 wieder genehmigt. Die Farben sind in dieser Zeit falsch angegeben, erst der Heraldiker Otto Hupp korrigierte diese Anfang des 20. Jahrhunderts. Wallerstein erhielt 1500 von Kaiser Maximilian I. das Marktrecht verliehen. Dies musste allerdings wegen des älteren Rechts der nahe gelegenen Reichsstadt Nördlingen 1508 widerrufen werden. Die Grafen von Oettingen besaßen seit dem Mittelalter alle Rechte im Ort. Die Linie Oettingen-Wallerstein hat den Ort vor rund 1000 Jahren zur Residenz bestimmt. Das Wappen zeigt daher die oettingischen Feldfarben Rot und Gold sowie den Sparren, der ebenfalls aus dem Wappen der Oettinger stammt.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 1567

Rechtsgrundlage  Verleihung durch die Grafen von Oettingen-Wallerstein

Beleg  Verleihung am 14.12.1567

Änderung  Von 1818 bis 1835 führte der Ort kein Wappen

Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen Ehringen, Munzingen, Birkhausen

Elemente aus Familienwappen von Oettingen


LITERATUR
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 6, Bremen 1968, S. 89
Stadler, Klemens/Zollhoefer, Friedrich: Wappen schwäbischer Gemeinden, Kempten 1952, S. 101, 227
König, Josef Walter: Die Wappen der Kommunen im Landkreis Donau-Ries, Donauwörth 2001, S. 120-121
Der Landkreis Donau-Ries und seine Grenzen vor der Gebietsreform von 1972, Donauwörth 1991, S. 316-317, 784
Kudorfer, Dieter: Nördlingen (Historischer Atlas von Bayern, Schwaben 8), München 1974, S. 101-105
Kudorfer, Dieter: Die Grafschaft Oettingen. Territorialer Bestand und innerer Aufbau (Historischer Atlas von Bayern, Schwaben II/3), München 1985, S. 50-53
Unser Landkreis Donau-Ries. München 1978, S. 51
Brutscher, Ludwig: Wappen der Heimat. Nördlingen 1988, S. 85-86
Mußgnug, Rudolf: Rieser Gemeindewappen; in: Der Daniel. Heimatkundlich-kulturelle Vierteljahresschrift für das Ries und Umgebung, 1974, S. 118-119


BEARBEITUNG
Stephanie Heyl

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Schwaben
Landkreis  Donau-Ries
Fläche  19.45 qkm
Einwohner  3387
Ew/qkm  174
Breite  48.8833 Nördliche Breite
Länge  10.4667 Östliche Länge
GKZiffer  9779224
PLZ  86757
Region  Region 9 Augsburg
KFZ-Kennz.  DON 
Internet  Markt Wallerstein
E-Mail  Markt Wallerstein
 
1. Bürgermeister Joseph Mayer
Weinstr. 19 86757 Wallerstein (Hausanschrift)
Weinstr. 19 86757 Wallerstein (Postanschrift)
Telefon +49 (0)9081 2760-0
Fax +49 (0)9081 2760-20



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