.
Gemeinde Deiningen


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
Unter blauem Schildhaupt, darin eine siebenbogige silberne Brücke, gespalten von Rot und Gold; vorne ein goldener, hinten ein roter Seitensparren, beide an den Spalt stoßend.


WAPPENGESCHICHTE
Die unter Denkmalschutz stehende, siebenbogige Brücke über die Eger gilt als das Wahrzeichen des Ortes und wurde deshalb in das Gemeindewappen aufgenommen. Sie ist seit der Römerzeit belegt, ihr jetziger Bauzustand stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die beiden Schildhälften enthalten das geminderte Wappen der Fürsten von Oettingen. Die verwechselten Farben symbolisieren die gleichzeitige Grund- und Territorialherrschaft der beiden Linien Oettingen-Oettingen und Oettingen-Wallerstein. Seit dem 12. Jahrhundert verfügten die Grafen von Oettingen über großen Grundbesitz als Lehen von der Abtei Fulda. Die Teilung der Grafschaft Oettingen in mehrere Linien bewirkte, dass in der Reformationszeit das Dorf in zwei Hälften zerfiel. Ein Teil gehörte zu Oettingen-Wallerstein und blieb katholisch, der andere kam zu Oettingen-Oettingen und wurde evangelisch. Die Hauptstraße bildete die Trennungslinie, an der bis tief ins 18. Jahrhundert streng festgehalten wurde. Beide Konfessionen nutzen die im katholischen Teil stehende Pfarrkirche. Für die Protestanten wurde außerhalb des Chors ein eigener Altar errichtet. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg bekam die evangelische Gemeinde eine eigene Kirche.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 1959

Rechtsgrundlage  Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung des Innenministeriums

Beleg  Ministerialentschließung vom 20.01.1959

Elemente aus Familienwappen Oettingen


LITERATUR
Unser Bayern. Heimatbeilage der Bayerischen Staatszeitung, 1959, S. 15
Der Heimatfreund. Beilage der Rieser Nachrichten für heimatliches Leben aus alter und neuer Zeit, 1960, o. S.
Der Landkreis Donau-Ries und seine Grenzen vor der Gebietsreform 1972, Donauwörth 1991, S. 240-243
König, Josef Walter: Die Wappen der Kommunen im Landkreis Donau-Ries, Donauwörth 2001, S. 52-53
Brutscher, Ludwig: Das Wappen von Deiningen; in: Deiningen inmitten des Rieses. Reimlingen 2004, S. 14-15
Brutscher, Ludwig: Wappen der Heimat. Nördlingen 1988, S. 45
Mußgnug, Rudolf: Rieser Gemeindewappen; in: Der Daniel. Heimatkundlich-kulturelle Vierteljahresschrift für das Ries und Umgebung, 1970, Nr. 4, S. 17-18


BEARBEITUNG
Stephanie Heyl

 

SUCHE

DATEN KOMPAKT
Bezirk  Schwaben
Landkreis  Donau-Ries
Fläche  15.32 qkm
Einwohner  1867
Ew/qkm  122
Breite  48.8667 Nördliche Breite
Länge  10.5667 Östliche Länge
GKZiffer  9779130
PLZ  86738
Region  Region 9 Augsburg
KFZ-Kennz.  DON 
Internet  Gemeinde Deiningen
E-Mail  Gemeinde Deiningen
 
1. Bürgermeister Wilhelm Rehklau
Alerheimer Str. 4 86738 Deiningen (Hausanschrift)
Beuthener Str. 6 86720 Nördlingen (Postanschrift)
Telefon +49 (0)9081 4414
Fax +49 (0)9081 24105



WAPPENGALERIE
Mit My Wappen haben wir eine Fotogalerie eingerichtet, in der Sie ihre Gemeindewappen präsentieren können. Unsere Besucher haben schon 2940 Fotos in My Wappen eingestellt.
Es funktioniert ganz einfach: Neues Wappen-Foto hochladen.

KARTE