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Gemeinde Memmingerberg


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
Gespalten von Silber und Blau, vorne ein durchgehendes rotes Tatzenkreuz, hinten ein silberner Enghalskrug mit Deckel.


WAPPENGESCHICHTE
Die Gemeinde hieß bis 1800 Berg. Der Name Memmingerberg taucht zwar schon 1628 auf, wird aber erst 1838 amtlich eingeführt. Das rote Tatzenkreuz stammt aus dem Wappen von Memmingen und stellt die enge Verbindung zur Reichsstadt dar. Seit 1320 ist das Heilig-Geist-Spital von Memmingen im Gemeindegebiet begütert. Um 1500 war das Unterhospital von Memmingen größter Grundherr. Die Reichsstadt Memmingen übte seit 1548 die Hochgerichtsbarkeit im Ort aus, die 1749 bestätigt wurde. Der Engelshalskrug steht für den Ort Künersberg, der im Gemeindegebiet liegt. Der in Volkratshofen bei Memmingen geborene, in Wien lebende Bankier Jakob von Küner (1697 bis 1764) erwarb 1741 den Ort, dem er seinen Namen gab. Beim Bau seines Herrenhauses entdeckte er dort Erde, die sich für die Herstellung von Porzellan eignete. Er gründete 1745 eine Fayencemanufaktur, die bis 1768 bestand. Künersberger Fayencen zählten zu den besten deutschen Keramiken des 18. Jahrhunderts. Küner erhielt 1746 für den gesamten Schwäbischen Kreis ein kaiserliches Privileg, damit verbunden Zollfreiheit für seine Keramik. Nach seinem Tod und mit dem Bankrott der Familie wurde die Fayencenherstellung in Künersberg eingestellt. Das Unterhospital erwarb 1799 den Ort, der bis zur Säkularisation 1803 in seinem Besitz blieb. Die Farben Silber (Weiß) und Blau weisen auf die Zugehörigkeit zu Bayern seit 1803 hin.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 1982

Rechtsgrundlage  Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung der Regierung von Schwaben

Beleg  Schreiben der Regierung von Schwaben vom 01.07.1982


LITERATUR
Kolb, Aegidius/Putz, Manfred: Wappen im Landkreis Unterallgäu, Mindelheim 1991, S. 114-115
Landkreis Unterallgäu, red. Aegidius Kolb, Mindelheim 1987, Bd. 2, S. 1138, 1141
Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, hg. Karl Bosl, Bd. 7, 3. Aufl., Stuttgart 1981, S. 380
Der Landkreis Memmingen. Landschaft, Geschichte, Kultur, Wirtschaft, Memmingen 1971, S. 158
Blickle, Peter: Memmingen (Historischer Atlas von Bayern, Schwaben 4), München 1967, S. 210-213


FAHNE
Rot-Weiß mit aufgelegtem Wappen
Weitere Informationen zu den Fahnen erhalten Sie bei www.kommunalflaggen.de und www.kommunalflaggen.eu



BEARBEITUNG
Stephanie Heyl

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Schwaben
Landkreis  Unterallgäu
Fläche  6.09 qkm
Einwohner  2735
Ew/qkm  449
Breite  47.9833 Nördliche Breite
Länge  10.2167 Östliche Länge
GKZiffer  9778171
PLZ  87766
Region  Region 15 Donau-Iller
KFZ-Kennz.  MN
Internet  Gemeinde Memmingerberg
E-Mail  Gemeinde Memmingerberg
 
1. Bürgermeister Alwin Lichtensteiger
Benninger Str. 3 87766 Memmingerberg (Hausanschrift)
Postfach 1160 87766 Memmingerberg (Postanschrift)
Telefon +49 (0)8331 9526-0
Fax +49 (0)8331 9526-15



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