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Gemeinde Pfronten


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
In Rot auf silbernem Stein ein goldbewehrter silberner Falke mit gespreizten Flügeln.


WAPPENGESCHICHTE
Die Gemeinde Pfronten ist eine Sammelbezeichnung für die zum Teil weit auseinander liegende Ortsteile im gleichnamigen Tal. Die Gemeinde verwendete im 19. Jahrhundert für kurze Zeit ein Siegel mit der Ansicht des Ortes vor einem Gebirgszug. Ein eigenes Wappen nahm die Gemeinde 1954 an. Der Falke auf dem Stein steht redend für die Burg Falkenstein, die laut Überlieferung nach 1059 von dem Augsburger Bischof Heinrich II. (1047 bis 1063) erbaut wurde und wohl die höchst gelegene Burg Deutschlands war. Das Hochstift Augsburg richtete 1310 die Vogtei Falkenstein ein, die Burg wurde Amtshaus des bischöflichen Pflegers. In der Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die Vogtei aufgelöst und in das Amannamt Pfronten umgewandelt. Es gehörte seitdem zur Pflege Füssen. Die Burg geriet in Vergessenheit und war Ende des 16. Jahrhunderts zerfallen. König Ludwig II. erwarb sie 1884. Er wollte hier ein neues Märchenschloss erbauen, zu dem es aber nicht mehr gekommen ist. Die Straße hinauf war allerdings schon angelegt. Zur Unterscheidung von dem sehr ähnlichen Wappenbild der altbayerischen Grafenfamilie von Falkenstein erscheint das Pfrontener Wappen in den Farben Rot und Silber. Zugleich weisen diese Farben auf die bedeutende Rolle des Hochstifts Augsburg hin, das bis zur Säkularisation 1803 den Sitz des hochstiftischen Amannamtes in Pfronten innehatte.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 1954

Rechtsgrundlage  Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung des Innenministeriums

Beleg  Ministerialentschließung vom 02.09.1954


LITERATUR
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 6, Bremen 1968, S. 42
Unser Bayern. Heimatbeilage der Bayerischen Staatszeitung, 1954, S. 80
Der Heimatfreund. Beilage der Augsburger Allgemeinen für heimatliches Leben aus alter und neuer Zeit, 1955, S. 4
Ostallgäu. Einst und Jetzt, hg. Aegidius Kolb, Ewald Kohler, Marktoberdorf 1984, S. 1191-1195
Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, hg. Karl Bosl, Bd. 7, 3. Aufl., Stuttgart 1981, S. 193, 583
Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Bayern Bd. 3, hg. Georg Dehio, München 1989, S. 317
Rump, Hans-Uwe: Füssen (Historischer Atlas von Bayern, Schwaben 9), München 1977, S. 156-160


FAHNE
Weiß-Rot
Weitere Informationen zu den Fahnen erhalten Sie bei www.kommunalflaggen.de und www.kommunalflaggen.eu



BEARBEITUNG
Stephanie Heyl

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Schwaben
Landkreis  Ostallgäu
Fläche  62.22 qkm
Einwohner  8162
Ew/qkm  131
Breite  47.5833 Nördliche Breite
Länge  10.55 Östliche Länge
GKZiffer  9777159
PLZ  87459
Region  Region 16 Allgäu
KFZ-Kennz.  OAL
Internet  Gemeinde Pfronten
E-Mail  Gemeinde Pfronten
 
1. Bürgermeisterin Michaela Waldmann
Allgäuer Str. 6 87459 Pfronten (Hausanschrift)
Allgäuer Str. 6 87459 Pfronten (Postanschrift)
Telefon +49 (0)8363 698-0
Fax +49 (0)8363 698-55



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