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Markt Bissingen


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
Gespalten; vorne geschacht von Gold und Rot; hinten in Blau ein senkrecht stehendes, goldenes Pferdegebiss mit Kinnkette


WAPPENGESCHICHTE
Die Gemeinde Bissingen besteht aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Buggenhofen, Burgmagerbein, Diemantstein, Fronhofen, Gaishardt, Göllingen, Hochstein, Kesselostheim, Thalheim, Unterbissingen und Warnhof. Der Marktgemeinderat wünschte ein Wappen, das auf alle Orte der Gemeinde eingehen sollte. Der Markt Bissingen führte bisher ein altes Wappen, das bei der Neubildung des Marktes Bissingen 1972 unterging. Dieses Wappen stammt aus der Zeit vor 1500. Durch einen Siegelabdruck ist es seit 1546 überliefert. Es zeigt das für den Ortsnamen redende Pferdegebiss. Die damaligen Farben waren wie heute Gold und Blau. König Ludwig I. verlieh der Gemeinde 1839 erneut das alte Zeichen, allerdings war das Pferdegebiss nun schwarz und stand waagrecht in einem silbernen Schild. Das aktuelle Wappen führt diese Wappenfigur nun wieder in den Farben, die aus dem 16. Jahrhundert überliefert sind. Bissingen war Hauptsitz der Herrschaft Hohenburg, zu der die meisten der eingegliederten Orte gehörten. Das Gold-Rot-Schach war das Hoheitszeichen der Herrschaft Hohenburg. Es ist dem Wappen der Schenk von Schenkenstein entnommen, die 1455 die Herrschaft Hohenburg von den Grafen von Oettingen erwarben. Sie verlagerten den Mittelpunkt ihrer Herrschaft von Hohenburg nach Bissingen. Seitdem hieß die Herrschaft auch Hohenburg-Bissingen. Bissingen wird bereits 1281 Markt genannt. Auf wen die Markterhebung zurück geht, ist nicht bekannt. Die Stammburg der Edelfreien von Hohenburg liegt westlich von Fronhofen und ist heute als Ruine erhalten.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 1974

Rechtsgrundlage  Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung der Regierung von Schwaben

Beleg  Schreiben der Regierung von Schwaben vom 10.04.1974

Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen Diemantstein, Göllingen, Unterbissingen, Bissingen

Elemente aus Familienwappen Schenk von Schenkenstein


LITERATUR
Unser Bayern. Heimatbeilage der Bayerischen Staatszeitung, 1974, S. 100
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 4, Bremen 1965, S. 30
Stadler, Klemens/Zollhoefer, Friedrich: Wappen schwäbischer Gemeinden, Kempten 1952, S. 49, 125-126
Kudorfer, Dieter: Die Grafschaft Oettingen. Territorialer Bestand und innerer Aufbau (Historischer Atlas von Bayern, Schwaben III/3), München 1985, S. 97-101
Der Landkreis Dillingen an der Donau. Ehedem und heute. 2. Aufl., Dillingen 1982, S. 441-454
Seitz, Reinhard H.: Land- und Stadtkreis Dillingen a.d. Donau (Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Schwaben 4), München 1966, S. 18
Seitz, Anton Michael: Das neue Wappen der Marktgemeinde Bissingen. Ein Beitrag zur bayerischen Kommunalheraldik und zurGeschichte der ehemaligen Herrschaft Hohenburg; in: Jahrbuch des Historischen Vereins Dillingen 1975, S. 157-161
Reitzenstein, Wolf-Armin von: Lexikon bayerischer Ortsnamen. München 1991 (2. Aufl.), S. 73


FAHNE
Rot-Gelb-Blau mit aufgelegtem Wappen
Weitere Informationen zu den Fahnen erhalten Sie bei www.kommunalflaggen.de und www.kommunalflaggen.eu



BEARBEITUNG
Stephanie Heyl

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Schwaben
Landkreis  Dillingen a.d.Donau
Fläche  64.22 qkm
Einwohner  3587
Ew/qkm  56
Breite  48.7167 Nördliche Breite
Länge  10.6167 Östliche Länge
GKZiffer  9773117
PLZ  86657
Region  Region 9 Augsburg
KFZ-Kennz.  DLG
Internet  Markt Bissingen
E-Mail  Markt Bissingen
 
1. Bürgermeister Michael Holzinger
Am Hofgarten 1 86657 Bissingen (Hausanschrift)
Am Hofgarten 1 86657 Bissingen (Postanschrift)
Telefon +49 (0)9084 9697-0
Fax +49 (0)9084 9697-30



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