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Stadt Neusäß


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
In Rot ein goldener Pfahl, vorne eine nimbierte silberne Taube, hinten der silberne Doppelbuchstabe R.


WAPPENGESCHICHTE
Im Zuge der Gemeindegebietsreform schlossen sich 1972 die ehemals selbstständigen Gemeinden Neusäß, Hainhofen, Hammel, Westheim und Schlipsheim zusammen. 1978 kamen noch Täfertingen, Ottmarshausen und Steppach hinzu. 1988 wurde Neusäß zur Stadt erhoben. Die neue Gemeinde wünschte ein Wappen, das auf die Geschichte des gesamten Gemeindegebiets eingehen sollte. Die silberne Taube ist dem Bildsiegel des Heilig-Geist-Spitals Augsburg entnommen, das im gesamten Gemeindegebiet reich begütert war. In Täfertingen konnte es eine geschlossene Herrschaft erwerben und richtete im Ort ein Obervogtamt ein. Die Taube war Teil der Wappen der ehemals selbstständigen Gemeinden Täfertingen und Alt-Neusäß. Das doppelte R stammt von dem Wappen der Augsburger Patrizierfamilie Langenmantel. Sie erwarben um 1300 erste Güter in Westheim, die bis zum Ende des Alten Reichs 1806 in ihrem Besitz blieben. Sie hatten die Niedergerichtsbarkeit inne und unterhielten Schmieden, Mühlen, Schankstätten, Gasthöfe und Badhäuser einrichten. Seit 1648 waren sie die Ortsherren in Hirblingen und Neusäß. Auch in Ottmarshausen sind Besitzungen der Familie Langenmantel seit 1300 nachweisbar. Zuletzt besaßen sie den Ort mit der kompletten Niedergerichtsbarkeit, den Ehaften, der Bräu- und Zapfengerechtigkeit und dem Brückenzoll an der Schmutter. Der goldene Pfahl im roten Schild weist auf die Markgrafschaft Burgau hin, die über das gesamte Gebiet die Landesherrschaft innehatte.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 1986

Rechtsgrundlage  Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung der Regierung von Schwaben

Beleg  Schreiben der Regierung von Schwaben vom 19.02.1986

Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen Täfertingen, Steppach b.Augsburg, Schlipsheim, Hainhofen, Hammel, Westheim b.Augsburg, Ottmarshausen

Elemente aus Familienwappen Langenmantel


LITERATUR
Unser Bayern. Heimatbeilage der Bayerischen Staatszeitung, 1994, S. 64
Der Heimatfreund. Beilage der Augsburger Allgemeinen für heimatliches Leben aus alter und neuer Zeit, 1956, o. S.
Nozar, Manfred/Pötzl, Walter: Neusäß. Die Geschichte von acht Dörfern auf dem langen Weg zu einer Stadt, Neusäß 1988, S. 234-236
Jahn, Joachim: Augsburger Land (Historischer Atlas von Bayern, Schwaben 11), München 1984, S. 473-479 (Langenmantel), 518-526 (Heilig-Geist)


FAHNE
Rot-Weiß
Weitere Informationen zu den Fahnen erhalten Sie bei www.kommunalflaggen.de und www.kommunalflaggen.eu



BEARBEITUNG
Stephanie Heyl

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Schwaben
Landkreis  Augsburg
Fläche  25.14 qkm
Einwohner  21433
Ew/qkm  853
Breite  48.4 Nördliche Breite
Länge  10.8333 Östliche Länge
GKZiffer  9772184
PLZ  86356
Region  Region 9 Augsburg
KFZ-Kennz.  A
Internet  Stadt Neusäß
E-Mail  Stadt Neusäß
 
1. Bürgermeister Richard Greiner
Hauptstr. 28 86356 Neusäß (Hausanschrift)
Postfach 1152 86344 Neusäß (Postanschrift)
Telefon +49 (0)821 4606-0
Fax +49 (0)821 4606-19191



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