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Gemeinde Gessertshausen


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
Auf von Rot und Silber schräggeteiltem Schild eine stehende, goldengekrönte und nimbierte Madonna in blauem Mantel und rotem Untergewand, auf dem rechten Arm das Kind, in der Linken einen Rosenzweig haltend.
(Anmerkung: Aus heraldischer Sicht müsste es streng genommen heißen: "Auf von Silber und Rot schräggeteiltem Schild", da die bei einer Schrägteilung zuerst die obere Farbe genannt wird. Hier weicht die amtliche Blasonierung von der üblichen heraldischen Praxis ab.)



WAPPENGESCHICHTE
Der Ort Gessertshausen gehörte zunächst zum Hochstift Augsburg, ehe die meisten Güter durch Kauf oder Schenkung an das 1207 gegründete, nahe gelegene Zisterzienserinnenkloster Oberschönenfeld übergingen. Das Kloster hatte bis zur Säkularisation 1803 die Grundherrschaft fast über das ganze Dorf inne. Seit dem 14. Jahrhundert führte das Kloster ein Bildsiegel mit einer auf einer Bank sitzenden Madonna mit dem Jesuskind auf dem Schoß, die einen Rosenzweig in der linken Hand hält. Das Gemeindewappen zeigt dieses Siegelbild in einer etwas abgewandelten Form: Hier steht die Madonna und hält das Kind in der rechten, den Rosenzweig in der linken Hand. Diese Darstellung soll an die enge Beziehung des Klosters zu der Gemeinde erinnern. Der schräg geteilte Schild von Rot und Silber ist dem Familienwappen der Vögte von Hattenberg entnommen, zu deren Geschlecht auch die Edlen von Kemnat gehörten. Volkmar II. von Kemnat, schenkte 1254 dem Kloster das Kirchenpatronat und die Vogtei im Weiler Dietkirch, der auch zum Gemeindegebiet gehört. Volkmar II. von Kemnat zählt mit den Grafen von Dillingen zu den eigentlichen Gründern und Schirmherren des Klosters.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 1952

Rechtsgrundlage  Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung des Innenministeriums

Beleg  Ministerialentschließung vom 18.04.1952

Änderung  1989 nach der Gebietsreform Wiederannahme des Wappens durch Entschließung der Regierung von Schwaben Nr. 230-1347.2/69 vom 22.02.1989

Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen Deubach, Döpshofen, Margertshausen, Wollishausen

Elemente aus Familienwappen von Kemnat


LITERATUR
Korhammer, Hermann: Gemeindewappen des Landkreises Augsburg, Augsburg 1965, S. 58-59
Jahn, Joachim: Augsburg Land (Historischer Atlas von Bayern, Schwaben 11), München 1984, S. 314-317
Pötzl, Walter: Herrschaft und Politik (Der Landkreis Augsburg 3), Augsburg 2003, S. 167
Der Heimatfreund. Beilage der Augsburger Allgemeinen für heimatliches Leben aus alter und neuer Zeit, 1952, S. 4


FAHNE
Rot-Weiß mit aufgelegtem Wappen (Beschluss des Gemeinderats vom 14.01.1991 und Zustimmung der Regierung von Schwaben vom 20.03.1991)
Weitere Informationen zu den Fahnen erhalten Sie bei www.kommunalflaggen.de und www.kommunalflaggen.eu



BEARBEITUNG
Stephanie Heyl

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Schwaben
Landkreis  Augsburg
Fläche  41.34 qkm
Einwohner  4134
Ew/qkm  100
Breite  48.3333 Nördliche Breite
Länge  10.7333 Östliche Länge
GKZiffer  9772148
PLZ  86459
Region  Region 9 Augsburg
KFZ-Kennz.  A
Internet  Gemeinde Gessertshausen
E-Mail  Gemeinde Gessertshausen
 
1. Bürgermeisterin Claudia Schuster
Hauptstr. 31 86459 Gessertshausen (Hausanschrift)
Hauptstr. 31 86459 Gessertshausen (Postanschrift)
Telefon +49 (0)8238 3006-0
Fax +49 (0)8238 3006-10



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