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Stadt Marktheidenfeld


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
In Silber über blauen Wellen eine gemauerte rote Brücke mit vier Bogen, überhöht von einem fünfstrahligen blauen Stern


WAPPENGESCHICHTE
Die wohl in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts entstandene Siedlung Heidenfeld, die vor 855 (oder schon vor 775) an das Kloster Holzkirchen kam, fiel im 13. Jahrhundert an die Grafen von Wertheim. 1397 als „oppidum“ erwähnt, war Heidenfeld wohl mit städtischen Rechten ausgestattet, wovon die Ummauerung zeugt und vermutlich auch ein Marktrecht. Seit Beginn des 17. Jahrhunderts bürgerte sich der Name Marktheidenfeld ein für den Ort, der sich zunehmend zum wirtschaftlichen Zentrum seines Umfeldes mit einem vielseitigen Handwerk und vor allem den bedeutenden Jahrmärkten (Laurenzi-Messe) entwickelte.

Marktheidenfeld wurde 1750 zum Markt erhoben und führt seitdem den Namenszusatz Markt. Die Brücke, die Wellen und der Stern sind einem Bildsiegel entnommen, das König Ludwig II. dem damaligen Markt 1883 verliehen hatte. Das Bild zeigte eine Brücke mit dem gekrönten Großbuchstaben L und der Jahreszahl 1846, die auf den Bau der Brücke durch König Ludwig I. hinweisen sollten. Der Stern über der Brücke sollte zum Ausdruck bringen, dass durch den Bau der Mainbrücke ein Glücksstern über dem Ort aufgegangen sei. Seitdem verlief die alte Handelsstraße von Würzburg nach Aschaffenburg nicht mehr über Lengfurt, sondern über Marktheidenfeld. Da Schild und Farben fehlten, fügte Otto Hupp diese 1930 hinzu, er tingierte den Stern allerdings golden, ebenso die Jahreszahl und den Großbuchstaben L. 1965 legte man die Form und die Farben endgültig fest. Silber und Rot sind die Farben Frankens, Silber und Blau die bayerischen Landesfarben. Marktheidenfeld ist seit 1948 Stadt.



WAPPENDATEN
Wappenführung seit 1883

Rechtsgrundlage  Verleihung durch König Ludwig II., Beschluss des Stadtrats und Zustimmung des Innenministeriums

Beleg  Signat vom 07.09.1883, Ministerialentschließung vom 12.10.1965

Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen Altfeld, Glasofen, Marienbrunn, Michelrieth, Oberwittbach, Zimmern


LITERATUR
Unser Bayern. Heimatbeilage der Bayerischen Staatszeitung, 1966, S. 24
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 6, Bremen 1968, S. 12
Bayerisches Städtebuch, hg. Erich Keyser, Heinz Stoob, Stuttgart 1971, Bd. 1, 348-350
Hupp, Otto: Deutsche Ortswappen, Bremen o.J., Unterfranken Nr. 39
Pampuch, Andreas: Stadt- und Landkreiswappen von Unterfranken, Volkach 1972, S. 128-129
Schreiber, Hans-Joachim: Kommunalheraldik im ehemaligen Landkreis Marktheidenfeld, Zulassungsarbeit Universität Würzburg 1973, S. 119-123
Reder, Klaus: Unterfränkisches Wappenbuch, CD-R, Würzburg 1997
Reinwarth, Günter: Zwischen Wald und Main, Würzburg 1984, S. 228-229


FAHNE
Weiß-Rot mit aufgelegtem Wappen
Weitere Informationen zu den Fahnen erhalten Sie bei www.kommunalflaggen.de und www.kommunalflaggen.eu



BEARBEITUNG
Stephanie Heyl

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Unterfranken
Landkreis  Main-Spessart
Fläche  35.7 qkm
Einwohner  10901
Ew/qkm  305
Breite  49.8442 Nördliche Breite
Länge  9.60389 Östliche Länge
GKZiffer  9677157
PLZ  97828
Region  Region 2 Würzburg
KFZ-Kennz.  MSP 
Internet  Stadt Marktheidenfeld
E-Mail  Stadt Marktheidenfeld
 
1. Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder
Luitpoldstr. 17 97828 Marktheidenfeld (Hausanschrift)
Postfach 1155 97820 Marktheidenfeld (Postanschrift)
Telefon +49 (0)9391 5004-0
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