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Gemeinde Martinsheim


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
Geviert; 1: Geviert von Silber und Schwarz; 2: Geteilt, oben fünfmal gespalten von Silber und Blau, unten geteilt und in verwechselten Farben fünfmal gespalten von Rot und Silber; 3: In Silber drei zwei zu eins gestellte rote Kugeln; 4: In Schwarz ein silberner Balken.


WAPPENGESCHICHTE
Die Gemeinde Martinsheim besteht seit 1978 aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Enheim, Gnötzheim, Martinsheim und Unterickelsheim. Das Wappen geht auf die Geschichte dieser vier Orte ein. Das erste Feld repräsentiert Martinsheim. Die Vierung von Silber und Schwarz erinnert an die Herrschaft der Markgrafen von Ansbach, die den Ort 1440 erwarben und in deren Besitz er bis 1792 blieb. Martinsheim ist eines der sogenannten sechs Maindörfern der Markgrafen. Das zweite Feld steht für Gnötzheim. Unter der Herrschaft der Herren von Seinsheim verlieh Kaiser Karl IV. dem Ort 1352 Marktrechte. 1486 kam der Ort durch Heirat an die Herren von Rosenberg, nach deren Aussterben 1632 an die Grafen von Schwarzenberg. Die mehrfache Spaltung von Silber und Blau ist dem Wappen der von Seinsheim und der von Schwarzenberg entnommen. Der untere Teil stellt das Wappen der Herren von Rosenberg dar. In der Kirche von Gnötzheim befindet sich ein Prunkepithaph für Conradt von Rosenberg (gestorben 1596). Das dritte Feld weist auf Unterickelsheim. Die drei Kugeln sind die Attribute des Heiligen Nikolaus, dem die Kirche, eine ummauerte Chorturmkirche aus dem 13. Jahrhundert, geweiht ist. Das vierte Feld steht für Enheim. Der silberne Balken in schwarzem Feld ist das Wappen der Herren von Enheim, die Ende des 17. Jahrhunderts ausgestorben sind.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 1988

Rechtsgrundlage  Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung der Regierung von Unterfranken

Beleg  Schreiben der Regierung von Unterfranken vom 26.08.1988

Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen Enheim

Elemente aus Familienwappen von Brandenburg, von Seinsheim, von Schwarzenberg, von Rosenberg, von Enheim


LITERATUR
Unser Bayern. Heimatbeilage der Bayerischen Staatszeitung, 1993, S. 32
Reder, Klaus: Unterfränkisches Wappenbuch, CD-R, Würzburg 1997
Landkreis Kitzingen, Kitzingen 1984, S. 460, 583-584
Weber, Heinrich: Kitzingen (Historischer Atlas von Bayern, Franken I/16), München 1967, S. 68-70
Schöler, Eugen: Historische Familienwappen in Franken (J. Siebmachers Grosses Wappenbuch F), Neustadt a.d. Aisch 1975, S. 91, Taf. 8 (von Seinsheim), S. 100, Taf. 8 (von Schwarzenberg), S. 88, Taf. 9 (von Rosenberg),


BEARBEITUNG
Stephanie Heyl

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Unterfranken
Landkreis  Kitzingen
Fläche  23.23 qkm
Einwohner  1012
Ew/qkm  44
Breite  49.6167 Nördliche Breite
Länge  10.15 Östliche Länge
GKZiffer  9675150
PLZ  97340
Region  Region 2 Würzburg
KFZ-Kennz.  KT 
Internet  Gemeinde Martinsheim
E-Mail  Gemeinde Martinsheim
 
1. Bürgermeister Rainer Ott
Unterickelsheim 2 97340 Martinsheim (Hausanschrift)
Marktstr. 4 97340 Marktbreit (Postanschrift)
Telefon +49 (0)9339 734
Fax



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