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Stadt Hammelburg


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
Gespalten von Silber und Rot; vorne ein schwebendes schwarzes Tatzenkreuz, hinten auf grünem Dreiberg drei silberne natürliche Lilien in nach links abfallender Höhe.


WAPPENGESCHICHTE
Hammelburg kam 777 an das Kloster Fulda und blieb dort bis 1802. Um 1240 verlieh Abt Konrad von Malkes (1221 bis 1246) dem Ort Stadtrechte, die König Albrecht I. 1303 und Kaiser Karl IV. 1356 bestätigten. Aus den Jahren 1283 und 1295 sind Abdrucke eines Siegels überliefert. Sie zeigen den thronenden heiligen Bonifatius, den Patron des Fürststifts Fulda. Gleiches Bild steht auch in einem kleinen Siegel von 1360. In einem Siegel um 1430 ist der Heilige von zwei Schildchen beseitet. Im rechten steht eine für den Ortsnamen redende dreitürmige Burg, im linken das fuldische Kreuz. In einem etwa gleich alten Sekret ist dieses allein unterhalb des Heiligen zu sehen. Seit 1527 ist dieses Bild auch in allen späteren Siegeln überliefert. Um 1500 entwickelte sich davon unabhängig das Wappen mit dem fuldischen Kreuz und den Lilien. Diese sind dem Wappen des zweiten Klosterpatrons, dem heiligen Simplizius, entnommen. Im 16. Jahrhundert tauchen noch vereinzelt Wappenabbildungen mit der Burg und dem aufgelegten Kreuzschild auf. Nach 1818, in einer Zeit, als Hinweise auf einstige Territorialherren unerwünscht waren, änderten sich auch die Farben: Der Schild war nun gespalten von Silber und Blau, das fuldische Kreuz wurde rot und sollte damit ein Passionskreuz darstellen. Die Wiederannahme der richtigen Farben erfolgte 1955.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 13. Jahrhundert

Rechtsgrundlage  Durch Siegelführung seit 1283 belegt. Bestätigung durch das Innenministerium

Beleg  Ministerialentschließung vom 08.07.1955

Änderung  Im 15. Jahrhundert mit Burg und fuldischem Kreuz. Um 1500 mit dem fuldischem Kreuz und Lilien. Ab 1818 Passionskreuz und die Farben Silber und Blau

Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen Diebach, Feuerthal, Morlesau, Obererthal, Obereschenbach, Untererthal, Gauaschach


LITERATUR
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 4, Bremen 1965. S. 68
Hupp, Otto: Deutsche Ortswappen, Bremen o. J., Unterfranken Nr. 23
Bayerisches Städtebuch, hg. Erich Keyser, Heinz Stoob, Stuttgart 1971, Bd. 1, S. 234-236
Pampuch, Andreas: Stadt- und Landkreiswappen von Unterfranken, Volkach 1972, S. 108-109
Eberth, Werner: Die Kommunalwappen im Landkreis Bad Kissingen. Bad Kissingen 2006, S. 118-136
Reder, Klaus: Unterfränkisches Wappenbuch, CD-R, Würzburg 1997
Brandler, Karl: Siegel und Wappen der Stadt Hammelburg. Hammelburg 1953
Wich, Günter H.: Brückenau-Hammelburg (Historischer Atlas von Bayern, Franken, I/23), München 1973, S. 69-72, 88-90


FAHNE
Schwarz-Weiß-Grün (seit 1958)
Weitere Informationen zu den Fahnen erhalten Sie bei www.kommunalflaggen.de und www.kommunalflaggen.eu



BEARBEITUNG
Stephanie Heyl

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Unterfranken
Landkreis  Bad Kissingen
Fläche  128.89 qkm
Breite  50.1167 Nördliche Breite
Länge  9.9 Östliche Länge
GKZiffer  9672127
PLZ  97762
Region  Region 3 Main-Rhön
KFZ-Kennz.  KG, HAB



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