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Stadt Bad Brückenau


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
In Gold ein roter Schrägbalken


WAPPENGESCHICHTE
Brückenau kam wohl im Zusammenhang mit der Hammelburger Schenkung von 777 an das Kloster Fulda und blieb dort mit kurzen Unterbrechungen bis zum Ende des Alten Reichs. Unter Abt Heinrich V. von Wilnau (Weilnau) (1287 bis 1313) erfolgte durch König Heinrich VII. die Stadtrechtsverleihung. Aus dem Jahr 1399 sind erste Abdrucke eines Siegels überliefert mit dem fuldischen Kreuz im Schild als Hinweis auf die Stadtherrschaft des Fürststifts Fulda. Ein mit 1525 datiertes Siegel zeigt ein völlig anderes Bild: Im Schild stehen über einer Zinnenmauer mit offenem Tor zwei Türme, zwischen denen ein mit Rosen bestecktes Herz schwebt. Im Jahr 1818 hielt man das Wappen des Fürstabts Bernhard Gustav Markgraf von Baden (1671 bis 1677) für das Stadtwappen: geviert mit Herzschild, darin in Gold ein roter Schrägbalken, in Feld 1 und 4 das fuldische Kreuz, Feld 2 und 3, geteilt von Rot und Blau, das Wappen der Fürstabtei Kempten. Markgraf Bernhard Gustav von Baden war seit 1671 Fürstabt in Fulda und seit 1672 in Kempten. Bei der Wappenrevision 1819 fielen das fuldische Kreuz als Hinweis auf den einstigen Herrschaftsinhaber und das kemptische Wappen - was man im Wappen von Brückenau nicht zu deuten wusste - weg und man machte den Herzschild zum Stadtwappen. Seit der Aufhebung des magistratischen Verfassung führte die Stadt kein Wappen. Die Wiederannahme erfolgte 1836. Das Wappen des Fürstabts ist als Steinrelief in Schloss Saaleck in Hammelburg als Stadtwappen von Brückenau überliefert. In der Bevölkerung spricht man noch heute von einem Großen Stadtwappen und meint damit das persönliche Wappen des Fürstabts. Mit diesem Wappen begrüßt die Stadt auch die Besucher auf ihrer Internetseite. Hier sind die Felder 2 und 3 mit dem Brustbild der Hildegard, der Klostergründerin von Kempten, belegt. Der rote Schrägbalken in goldenem Feld wird als Kleines Stadtwappen bezeichnet und steht in den Dienstsiegeln. Seit 1970 ist die Stadt ein anerkannter Kurort mit dem Titel Bad im Stadtnamen.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 14. Jahrhundert

Rechtsgrundlage  Siegelführung seit 1399 belegt. Verleihung 1819

Beleg  Ministerialentschließung vom 03.02.1836

Änderung  1525 über einer Zinnenmauer mit offenem Tor zwei Türme, dazwischen ein mit Rosen bestecktes Herz

Elemente aus Familienwappen von Baden


LITERATUR
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 4, Bremen 1965, S. 32
Pampuch, Andreas: Stadt- und Landkreiswappen von Unterfranken, Volkach 1972, S. 84-85
Bayerisches Städtebuch, hg. Erich Keyser, Heinz Stoob, Stuttgart 1971, Bd. 1, S. 127-129 (Brückenau)
Hupp, Otto: Deutsche Ortswappen, Bremen o. J., Unterfranken Nr. 9 (Brückenau)
Eberth, Werner: Die Kommunalwappen im Landkreis Bad Kissingen. Bad Kissingen 2006, S. 171-175
Reder, Klaus: Unterfränkisches Wappenbuch, CD-R, Würzburg 1997
Schöler, Eugen: Fränkische Wappen erzählen Geschichte und Geschichten (Beiträge zur Genealogie, Heraldik, Kultur und Geschichte 1). Neustadt a.d.Aisch 1992, S. 155, 156
Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, hg. Karl Bosl, Bd. 7, 3. Aufl., Stuttgart 1981, S. 108
Wich, Günter H.: Brückenau-Hammelburg (Historischer Atlas von Bayern, Franken, I/23), München 1973, S. 85-86


FAHNE
Rot-Gelb
Weitere Informationen zu den Fahnen erhalten Sie bei www.kommunalflaggen.de und www.kommunalflaggen.eu



BEARBEITUNG
Stephanie Heyl

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Unterfranken
Landkreis  Bad Kissingen
Fläche  23.73 qkm
Breite  50.3 Nördliche Breite
Länge  9.8 Östliche Länge
GKZiffer  9672113
PLZ  97769
Region  Region 3 Main-Rhön
KFZ-Kennz.  KG, BRK



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