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Stadt Lauf a.d.Pegnitz


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
In Rot über grünem Dreiberg eine silberne Burg mit Zinnenmauer und zwei Zinnentürmen mit blauen Spitzdächern, dazwischen schwebend ein gespaltener Schild; darin vorne in Gold ein halber, rot gezungter schwarzer Adler am Spalt, hinten fünfmal schräg geteilt von Rot und Silber.


WAPPENGESCHICHTE
Lauf ist ehemaliges Reichsgut, kam um 1275 in den Besitz der Wittelsbacher und gehörte von 1353 bis 1373 zu Neuböhmen. Aus der Mitte des 14. Jahrhunderts ist ein Siegel überliefert mit dem böhmischen Löwen im kleinen Schild. Die Mauer- und Turmarchitektur änderte sich bis heute kaum, nur der Inhalt des dazwischen stehenden Schildes. Als Lauf 1373 wieder an die Wittelsbacher kam, trat an die Stelle des böhmischen Löwen ein von Silber und Blau gerauteter Schild. Im Jahr 1504 kam Lauf an die Reichsstadt Nürnberg, seitdem steht das kleine Nürnberger Wappen im kleinen Schild. Die Farben sind seit 1555 belegt. Das Nürnberger Wappen wurde 1806, als Hinweise auf ehemalige Herrschaftsinhaber unerwünscht waren, durch einen von Silber und Blau gerauteten Schild ersetzt, dahinter ein gestürztes Schwert. Seit 1935 bemühte sich die Stadt um die Wiederannahme des alten Wappens. Sie begründete diesen Wunsch mit der über 300 Jahre währenden Verbindung zur Reichsstadt Nürnberg und mit deren Bedeutung als Stadt der Reichsparteitage. Zu dieser Zeit waren zwei Wappen in Gebrauch: das eine mit dem kleinen Nürnberger Wappen, das andere mit den bayerischen Rauten im kleinen Schild. Im Falle einer Ablehnung wünschte die Stadt anstelle des Nürnberger Wappens ein Mühlrad. Der Reichsstatthalter lehnte die Wiederannahme des Nürnberger Wappens ab. Das Verfahren wurde aufgrund des Kriegsausbruchs eingestellt. Die Wiederannahme des Wappens mit dem Nürnberger Zeichen erfolgte formlos nach 1945.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 14. Jahrhundert

Rechtsgrundlage  Von Siegelführung abgeleitet

Änderung  Im 14. Jahrhundert mit dem böhmischen Löwe, nach 1373 die wittelsbachischen Rauten, seit 1505 mit dem kleinen Nürnberger Stadtwappen.

Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen Heuchling


LITERATUR
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 4, Bremen 1965, S. 94
Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, hg. Karl Bosl, Bd. 7, 3. Aufl., Stuttgart 1981, S. 393-394
Bayerisches Städtebuch, hg. Erich Keyser, Heinz Stoob, Stuttgart 1971, Bd. 1, S. 325-327
Reitzenstein, Wolf-Armin von: Lexikon bayerischer Ortsnamen. München 1991 (2. Aufl.), S. 223
Geschichte Frankens bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts (Handbuch der Bayerischen Geschichte, begr. von Max Spindler, hg. Andreas Kraus 3/1), München 1998, S. 719
Schwemmer, Wilhelm, Voit, Gustav: Lauf-Hersbruck (Historischer Atlas von Bayern, Franken I/14), München 1967, S. 12
Pfeiffer, Eckhardt: Nürnberger Land, 2. Aufl., Hersbruck 1989, S. 334-337


BEARBEITUNG
Stephanie Heyl

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Mittelfranken
Landkreis  Nürnberger Land
Fläche  59.8 qkm
Einwohner  26122
Ew/qkm  437
Breite  49.5103 Nördliche Breite
Länge  11.2775 Östliche Länge
GKZiffer  9574138
PLZ  91207
Region  Region 7 Industrieregion Mittefranken
KFZ-Kennz.  LAU
Internet  Stadt Lauf a.d.Pegnitz
E-Mail  Stadt Lauf a.d.Pegnitz
 
1. Bürgermeister Benedikt Bisping
Urlasstr. 22 91207 Lauf a.d.Pegnitz (Hausanschrift)
Postfach 100244 91205 Lauf a.d.Pegnitz (Postanschrift)
Telefon +49 (0)9123 184-0
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