.
Markt Presseck


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
Geviert; 1: in Gold ein mit einer silbernen Schrägleiste überdeckter, rot bewehrter schwarzer Löwe; 2: in Silber die blau gekleidete Justitia mit rotem Mieder, in der Rechten ein Schwert, in der Linken eine goldene Waage; 3: in Silber ein roter Balken, begleitet oben und unten von je einem schreitenden blauen Löwen; 4: in Gold drei mit roten Kugeln besteckte schwarze Spitzen.


WAPPENGESCHICHTE
Das Wappen von Presseck nimmt wegen seiner Motivfülle eine Sonderstellung in der bayerischen Kommunalheraldik ein. Das älteste Siegel, das in einer Nachzeichnung überliefert ist, stammt wohl aus dem späten 17. Jahrhundert und war ein Siegel des Wildensteiner Halsgerichts. Die Gerichtsordnung von Presseck aus dem Jahr 1547 schrieb eine Besiegelung der Urteile vor. Man muss also davon ausgehen, dass es noch ältere Siegel gegeben hat. Um die Burg Wildenstein bildeten die Herren von der Grün im 13. Jahrhundert die Herrschaft Wildenstein mit Gerichts- und Verwaltungssitz in Presseck. Sie war ein Bamberger Rittermannlehen. Der mit einer Schrägleiste überdeckte Löwe ist die Wappenfigur des Bistums Bamberg. Die Justitia weist auf das Wildensteiner Halsgericht. Das Wappen der Familie Schenk von Stauffenberg im dritten Feld erinnert an den Bamberger Bischof Marquard Sebastian (1683 bis 1693), der diesem Geschlecht angehörte. Die Herrschaft war ein Bamberger Rittermannlehen. Das vierte Feld ist bis heute ungeklärt. Von 1819 bis 1836 wurde der bambergische Löwe durch einen silbernen Schrägbalken in blauem Feld ausgetauscht. Im Schrifttum des 19. Jahrhunderts fehlt das Wappen. Im Jahr 1952 wurde die Weiterführung des Wappens genehmigt.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 17. Jahrhundert

Rechtsgrundlage  Durch Siegelführung belegt. Bestätigt durch das Innenministerium

Beleg  Ministerialentschließung vom 24.03.1952

Änderung  Von 1819 bis 1836 anstelle des bambergischen Löwen in Blau ein silberner Schrägbalken

Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen Wartenfels

Elemente aus Familienwappen Schenk von Stauffenberg


LITERATUR
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 6, Bremen 1968, S. 45
Stadler, Klemens/Egloffstein, Albrecht von und zu: Die Wappen der oberfränkischen Landkreise, Städte, Märkte und Gemeinden (Die Plassenburg, Schriften für Heimatforschung und Kulturpflege in Ostfranken 48), Kulmbach 1990, S. 298
Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, hg. Karl Bosl, Bd. 7, 3. Aufl., Stuttgart 1981, S. 281
Guttenberg, Erich von (=), Hofmann, Hanns Hubert: Stadtsteinach (Historischer Atlas von Bayern, Franken 3), München 1953, S. 26-29
Schöler, Eugen: Historische Familienwappen in Franken (J. Siebmachers Grosses Wappenbuch F), Neustadt a.d. Aisch 1975, S. 96, Taf. 81 (Schenk von Stauffenberg)
Unser Landkreis Kulmbach, Kulmbach 1985, S.147-148


BEARBEITUNG
Stephanie Heyl

 

SUCHE

DATEN KOMPAKT
Bezirk  Oberfranken
Landkreis  Kulmbach
Fläche  54.96 qkm
Einwohner  1840
Ew/qkm  33
Breite  50.2333 Nördliche Breite
Länge  11.55 Östliche Länge
GKZiffer  9477148
PLZ  95355
Region  Region 5 Oberfranken-Ost
KFZ-Kennz.  KU 
Internet  Markt Presseck
E-Mail  Markt Presseck
 
1. Bürgermeister Siegfried Beyer
Marktplatz 8 95355 Presseck (Hausanschrift)
Postfach 62 95353 Presseck (Postanschrift)
Telefon +49 (0)9222 9970-0
Fax +49 (0)9222 9970-29



WAPPENGALERIE
Mit My Wappen haben wir eine Fotogalerie eingerichtet, in der Sie ihre Gemeindewappen präsentieren können. Unsere Besucher haben schon 2940 Fotos in My Wappen eingestellt.
Es funktioniert ganz einfach: Neues Wappen-Foto hochladen.

KARTE