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Markt Nordhalben


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
Geteilt und oben gespalten; oben vorne in Gold ein linksgewendeter, mit einer silbernen Schräglinksleiste überdeckter, rot bewehrter schwarzer Löwe; hinten in Gold der wachsende, schwarz gekleidete Rumpf eines bärtigen Mannes mit schwarzer Zipfelmütze, an deren Spitze ein sechsstrahliger roter Stern hängt; unten in Silber auf grünem Boden nebeneinander vier grüne Laubbäume.


WAPPENGESCHICHTE
Nordhalben ist um 1150 als bambergischer Burgort entstanden und war von der Mitte des 14. bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts im gemeinsamen Besitz der Bischöfe von Bamberg und der Vögte von Gera. Im Jahr 1518 verliehen Bischof Georg Schenk von Limpurg (1505 bis 1522) und Heinrich zu Gera Schleiz dem Ort ein Wappen. Nach der Beschreibung standen oben nebeneinander die Löwen von Bamberg und Gera, unten war ein grüner Wald zu sehen. Abdrucke dieses Siegels sind nicht überliefert. Bischof Veit II. von Würtzburg (1561 bis 1577) änderte 1567 das Wappen, nachdem die Herren von Gera ausgestorben waren und Nordhalben nun ganz hochstiftisch war. Der Löwe von Gera wurde mit dem Wappen der Herren von Würtzburg ausgetauscht: in Gold der Rumpf eines langbärtigen alten Mannes in schwarzer Kleidung, mit einer schwarzen Zipfelmütze, an dessen Spitze ein roter Stern sitzt. Unter der Herrschaft von Bischof Philipp von Gebsattel (1599 bis 1609) fiel das Wappen der Herren von Würtzburg weg, an seine Stelle trat ein Bocksrumpf, die Wappenfigur aus dem Wappen der Herren von Gebsattel. Im Siegel von 1636 erscheint wieder das Wappen in der Form von 1567. Von 1819 bis 1870 fehlte der bambergische Löwe als Hinweis auf den einstigen Herrschaftsinhaber. Die grünen Bäume stellen die Lage des Ortes im Frankenwald dar.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 1518

Rechtsgrundlage  Verleihung durch Bischof Georg Schenk von Limpurg und Heinrich zu Gera Schleiz

Beleg  Privileg vom 11.01.1518. Wappenbrief von 1567

Änderung  1518 die Löwen von Bamberg und Gera und ein grüner Wald. 1567 mit dem Wappen der Herren von Würtzburg. Um 1600 mit der Wappenfigur der Herren von Gebsattel. Zwischen 1819 und 1870 fehlte der bambergische Löwe.

Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen Heinersberg

Elemente aus Familienwappen von Würzburg (Würtzburg)


LITERATUR
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 6, Bremen 1968, S. 31
Stadler, Klemens/Egloffstein, Albrecht von und zu: Die Wappen der oberfränkischen Landkreise, Städte, Märkte und Gemeinden (Die Plassenburg, Schriften für Heimatforschung und Kulturpflege in Ostfranken 48), Kulmbach 1990, S. 285
Schöler, Eugen: Fränkische Wappen erzählen Geschichte und Geschichten (Beiträge zur Genealogie, Heraldik, Kultur und Geschichte 1). Neustadt a.d.Aisch 1992, S. 149, 151
Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, hg. Karl Bosl, Bd. 7, 3. Aufl., Stuttgart 1981, S. 525
Schöler, Eugen: Historische Familienwappen in Franken (J. Siebmachers Grosses Wappenbuch F), Neustadt a.d. Aisch 1975, S. 116-117, Taf. 124 (von Würtzburg)
Demattio, Helmut: Kronach. Der Altlandkreis (Historischer Atlas von Bayern, Franken I/2), München 1998, S.194- 200


BEARBEITUNG
Stephanie Heyl

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Oberfranken
Landkreis  Kronach
Fläche  21.92 qkm
Einwohner  1732
Ew/qkm  79
Breite  50.3667 Nördliche Breite
Länge  11.5 Östliche Länge
GKZiffer  9476159
PLZ  96365
Region  Region 4 Oberfranken-West
KFZ-Kennz.  KC 
Internet  Markt Nordhalben
E-Mail  Markt Nordhalben
 
1. Bürgermeister Michael Pöhnlein
Kronacher Str. 4 96365 Nordhalben (Hausanschrift)
Postfach 62 96365 Nordhalben (Postanschrift)
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