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Gemeinde Marklkofen


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
In Schwarz ein verbreiterter silberner Balken, belegt mit dem Wort lieb in roten gotischen Kleinbuchstaben.


WAPPENGESCHICHTE
Die Gemeinde nahm 1954 das Wappen des in der Ortsgeschichte im 15. und 16. Jahrhundert bedeutenden Adelsgeschlechts der Zachreisen an. Diese Familie besaß seit mindestens 1410 das mittlere Schloss und später auch das untere Schloss in Marklkofen. Das Zachreis-Wappen ist seit etwa 1400 auf vielen Siegeln, auf Grabdenkmälern in der Pfarrkirche Marklkofen und in Wappensammlungen überliefert. Der 1423 in Marklkofen verstorbene Wilhelm Zachreis führte zum ersten Mal das Wort lieb im Wappen. Es ist sehr selten, dass ein Wappen Worte trägt. Stadler deutet lieb als alten Wahlspruch, der zur Unterscheidung von ähnlichen Familienwappen eingefügt wurde. In diesem Fall handelt es sich aber wohl um einen Namensbestandteil, der auf die Herkunft der Zachreis von der Lieb verweist; Lieb bezieht sich auf Liebertsöd und dies auf den Stammnamen Liebhart. Die Schildform des Gemeindewappens von 1954 entspricht dem Familienwappen auf dem Renaissance-Grabmal in der Kirche. Die bis 1971 selbstständige Gemeinde Poxau führte seit 1962 den springenden Bock des Ortsadelsgeschlechts der Poxauer im Gemeindewappen. Die Poxauer waren im Mittelalter auch in Marklkofen reich begütert. Der springende Bock erinnert als Brunnenfigur auf dem Trinkbrunnen vor dem Rathaus in Marklkofen an diese historischen Komponenten.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 1954

Rechtsgrundlage  Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung des Staatsministeriums des Innern

Beleg  Ministerialentschließung vom 02.10.1954

Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen Poxau

Elemente aus Familienwappen Zachreis


LITERATUR
Unser Bayern. Heimatbeilage der Bayerischen Staatszeitung, 1954, S. 88; 1963, S. 8 (zu Poxau)
Stadler, Klemens: Die Wappen der niederbayerischen Landkreise und Gemeinden, Landshut 1960, S. 51, 105
Mathes, Joseph: Adelsfamilien in Marklkofen und Poxau, in: Verhandlungen des Historischen Vereins für Niederbayern 30 (1894), S. 273 ff.
Schwarz, Georg: Vilsbiburg (Historischer Atlas von Bayern, Altbayern 37), München 1976, S. 389 ff.
www.marklkofen.de


BEARBEITUNG
Emma Mages

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Niederbayern
Landkreis  Dingolfing-Landau
Fläche  40.68 qkm
Einwohner  3771
Ew/qkm  93
Breite  48.55 Nördliche Breite
Länge  12.5667 Östliche Länge
GKZiffer  9279126
PLZ  84163
Region  Region 13 Landshut
KFZ-Kennz.  DGF
Internet  Gemeinde Marklkofen
E-Mail  Gemeinde Marklkofen
 
1. Bürgermeister Peter Eisgruber-Rauscher
Bahnhofstr. 5 84163 Marklkofen (Hausanschrift)
Postfach 40 84161 Marklkofen (Postanschrift)
Telefon +49 (0)8732 9119-0
Fax +49 (0)8732 9119-50



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