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Stadt Pfarrkirchen


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
Unter silbernem Schildhaupt, darin ein schreitender roter Panter, in Blau eine zweitürmige silberne Kirche mit roten Dächern; auf dem Langhaus ein goldener Wetterhahn.


WAPPENGESCHICHTE
Der Panter im oberen Feld stammt aus dem Wappen der 1248 ausgestorbenen spanheimischen Pfalzgrafen von Kraiburg-Ortenburg, die seit dem 12. Jahrhundert im Rottal Grafschaftsrechte besaßen und deren Nachfolge 1259 die Wittelsbacher antraten. Aus dem Kraiburg-Ortenburger Besitz wurde ab 1260 das Viztumamt an der Rott mit dem Hauptort Pfarrkirchen gebildet; für diese historische Entwicklung steht der Panter im Wappen. Die Kirche verweist als redendes Bild auf den Ortsnamen und nimmt damit ein Motiv aus dem ältesten Siegel des Marktes aus der Mitte des 14. Jahrhunderts auf. Das Bildsiegel, das eine eintürmige, dreischiffige Kirche zeigt, ist in Abdruck seit 1374 überliefert. Das 1447 durch Herzog Heinrich den Reichen von Bayern-Landshut verliehene Wappen mit Panter und Kirche wurde auch in das Siegel übernommen. Die zweitürmige Kirche ist erstmals in den Wappensammlungen des 16. Jahrhunderts nachweisbar, im Siegel findet sie sich seit 1819. Sie ist sphragistisch und heraldisch nicht zu begründen; die ursprüngliche Form war die eintürmige Kirche. Der Panter wurde um 1805 durch den pfalzbayerischen Löwen ersetzt. 1836 wurde das Wappen wieder richtiggestellt. Pfarrkirchen, um 1250 erstmals als Markt nachweisbar, wurde 1863 zur Stadt erhoben.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 1447

Rechtsgrundlage  Verleihung des Wappens durch Herzog Heinrich den Reichen von Bayern-Landshut bei Integration der Kirche aus dem älteren Stadtsiegel

Beleg  Wappenbrief vom 10.03.1447

Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen Reichenberg, Untergrasensee

Elemente aus Familienwappen von Kraiburg-Ortenburg


LITERATUR
Hupp, Otto: Die Wappen und Siegel der deutschen Städte, Flecken und Dörfer, 6. Heft: Oberbayern und Niederbayern, Frankfurt am Main 1912, S. 79 f., 82
Stadler, Klemens: Die Wappen der niederbayerischen Landkreise und Gemeinden, Landshut 1960, S. 54, 116 f., Siegeltafel II
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 6, Bremen 1968, S. 41
Bayerisches Städtebuch, hg. v. Erich Keyser und Heinz Stoob, Stuttgart 1974, Bd. 2, S. 551
Eder, Erich u.a.: Die Kommunalwappen des Landkreises Rottal-Inn und benachbarter Gebiete (Heimatkundliche Schriftenreihe des Landkreises Rottal-Inn, Heft 6), Pfarrkirchen 1980, S. 19
Bleibrunner, Hans: Niederbayern. Kulturgeschichte des bayerischen Unterlandes, 2. Aufl., Landshut 1982, Bd. 1, S. 278 f.
Unser Bayern. Heimatbeilage der Bayerischen Staatszeitung, 1961, S. 80 (zu Reichenberg); 1970, S. 80 (zu Untergrasensee)


FAHNE
Rot-Weiß
Weitere Informationen zu den Fahnen erhalten Sie bei www.kommunalflaggen.de und www.kommunalflaggen.eu



BEARBEITUNG
Emma Mages

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Niederbayern
Landkreis  Rottal-Inn
Fläche  52.33 qkm
Einwohner  12082
Ew/qkm  231
Breite  48.4333 Nördliche Breite
Länge  12.9333 Östliche Länge
GKZiffer  9277138
PLZ  84347
Region  Region 13 Landshut
KFZ-Kennz.  PAN
Internet  Stadt Pfarrkirchen
E-Mail  Stadt Pfarrkirchen
 
1. Bürgermeister Wolfgang Beißmann
Stadtplatz 2 84347 Pfarrkirchen (Hausanschrift)
Postfach 1360 84343 Pfarrkirchen (Postanschrift)
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