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Markt Ruhmannsfelden


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
In Rot ein zweireihig von Silber und Blau gerauteter Schrägbalken.


WAPPENGESCHICHTE
Das Wappen basiert auf dem Wappen der Zisterzienserabtei Gotteszell, das einen in Silber und Rot geschachten Schrägbalken in Schwarz, den sog. Zisterzienserbalken, führte. Aus dem geschachten Schrägbalken wurde im Gemeindewappen ein gerauteter Schrägbalken in den bayerischen Landesfarben. Es gibt jedoch auch für das Gotteszeller Klosterwappen Belege für das 17. und 18. Jahrhundert, die einen in Silber und Blau geschachten und sogar gerauteten Schrägbalken zeigen. Der bis 1295 herzogliche, dann Kloster Aldersbach zugehörige ungefreite Markt Ruhmannsfelden war seit 1503 dem Kloster Gotteszell unterstellt und geriet in manche Konflikte mit der neuen Obrigkeit. Über das seit 1503 beanspruchte Siegelrecht entbrannte ein Rechtsstreit, der wiederholt das Einschreiten der landesherrlichen Behörden erforderte. Nach Tumulten wurde 1519 (wie schon 1511) die Unrechtmäßigkeit der Siegelführung durch den Markt bekräftigt. Die gemeindlichen Urkunden wurden seitdem vom Kloster als der Gerichts- und Grundherrschaft besiegelt. Folgerichtig gab Wening 1726 deshalb auch das Klosterwappen als Ortswappen an. Der Streit um das Siegelrecht flammte bis zur Säkularisation immer wieder auf. Seit 1819 hatte Ruhmannsfelden dann die Erlaubnis der Regierung, das frühere Klosterwappen als Gemeindewappen zu führen. Die Tingierung folgt bis heute den Angaben einer Zeichnung, die anlässlich der staatlichen Wappenrevision von 1835 vorgelegt wurde. In der heraldischen Literatur des 16. Jahrhunderts (Mielich 1565, Apian um 1560/68) findet sich für Ruhmannsfelden ein ganz anderes Wappen, das wohl von 1503 bis 1519 und möglicherweise auch noch später unrechtmäßig im Marktsiegel verwendet wurde. Es zeigt in Blau unter zwei schräg gekreuzten silbernen Hirtenstäben eine silberne Rübe mit grünen Blättern.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 1503-1519, 1819

Rechtsgrundlage  Das Wappen basiert auf dem Wappen der früheren Ortsherrschaft, des Klosters Gotteszell. Eine Verleihung ist nicht nachweisbar.


LITERATUR
Hupp, Otto: Die Wappen und Siegel der deutschen Städte, Flecken und Dörfer, 6. Heft: Oberbayern und Niederbayern, Frankfurt am Main 1912, S. 82, 84
Stadler, Klemens: Die Wappen der niederbayerischen Landkreise und Gemeinden, Landshut 1960, S. 57, 123 f.
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 6, Bremen 1968, S. 56
Zimmermann, Eduard: Bayerische Klosterheraldik, München 1930, S. 86 f.
Penzkofer, Rudolf: Das Landgericht Viechtach und das Pfleggericht Linden (Historischer Atlas von Bayern, Altbayern 18), München 1968, S. 335 ff., bes. S. 339 f., 341 f.


BEARBEITUNG
Emma Mages

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Niederbayern
Landkreis  Regen
Fläche  5.8 qkm
Einwohner  2066
Ew/qkm  356
Breite  48.9833 Nördliche Breite
Länge  12.9833 Östliche Länge
GKZiffer  9276142
PLZ  94239
Region  Region 12 Donau-Wald
KFZ-Kennz.  REG
Internet  Markt Ruhmannsfelden
E-Mail  Markt Ruhmannsfelden
 
1. Bürgermeister Werner Troiber
Am Rathaus 1 94239 Ruhmannsfelden (Hausanschrift)
Postfach 65 94235 Ruhmannsfelden (Postanschrift)
Telefon +49 (0)9929 9401-0
Fax +49 (0)9929 9401-40



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