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Markt Bodenmais


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
Geteilt durch den Umriss des Silberbergs in Blau und Silber; oben der goldene Kurhut mit silbernem Hermelinbesatz, unten gekreuzt ein schwarzer Schlägel und ein schwarzer Bergmannshammer.


WAPPENGESCHICHTE
Der Silberberg und die gekreuzten Bergmannswerkzeuge, das sog. Gezähe, erinnern an die reichen Bodenschätze (Eisenerze, Silber, Schwefel- und Magnetkies) und die Jahrhunderte lange Bergbautradition, die große wirtschaftliche Bedeutung für die Gemeinde hatte. Bodenmais ist wahrscheinlich schon 1242 in den Besitz der Wittelsbacher gelangt. Um 1300 ist ein Goldwerk nachweisbar, seit dem 14. Jahrhundert bestand ein Eisen- und Hammerwerk, später wird vor allem Polierrot für die Glasschleiferei erzeugt. Silber und Blau sind die Farben der wittelsbachischen Landesherren, die den Abbau der Bodenschätze förderten; 1522 wurde Bodenmais (wie Lam) gefreite Bergstadt; die Berggenossen erhielten einen Freiheitsbrief, der ihnen viele Sonderrechte sicherte sowie die freie Wahl der Bürgermeister, Richter und Räte und die Abhaltung von Märkten gestattete. Der Kurhut versinnbildlicht den Status der Gemeinde als kurfürstlicheHofmark und als unmittelbares kurfürstliches Kammergut seit 1697. Im 18. Jahrhundert kamen alle Bergwerksanteile in landesherrlichen Besitz. Das Dorf Bodenmais wurde 1958 zum Markt erhoben und nahm 1959 das Wappen an. Die alten Bergbaustollen werden seit den 1960er-Jahren für die Asthmatherapie genutzt.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 1959

Rechtsgrundlage  Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung des Staatsministeriums des Innern

Beleg  Ministerialentschließung vom 04.02.1959

Elemente aus Familienwappen Wittelsbacher


LITERATUR
Stadler, Klemens: Die Wappen der niederbayerischen Landkreise und Gemeinden, Landshut 1960, S. 42, 79
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 4, Bremen 1965, S. 31
Gappa, Konrad: Wappen - Technik - Wirtschaft: Bergbau und Hüttenwesen, Mineral- und Energiegewinnung sowie deren Produktverwertung in den Emblemen öffentlicher Wappen, Bochum 1999, S. 80 f.
Penzkofer, Rudolf: Das Landgericht Viechtach und das Pfleggericht Linden (Historischer Atlas von Bayern, Altbayern 18), München 1968, S. 244-258


BEARBEITUNG
Emma Mages

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Niederbayern
Landkreis  Regen
Fläche  45.28 qkm
Einwohner  3285
Ew/qkm  73
Breite  49.0667 Nördliche Breite
Länge  13.0333 Östliche Länge
GKZiffer  9276117
PLZ  94255
Region  Region 12 Donau-Wald
KFZ-Kennz.  REG
Internet  Markt Bodenmais
E-Mail  Markt Bodenmais
 
1. Bürgermeister Joachim Haller
Bahnhofstr. 56 94249 Bodenmais (Hausanschrift)
Bahnhofstr. 56 94249 Bodenmais (Postanschrift)
Telefon +49 (0)9924 778-0
Fax +49 (0)9924 277



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