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Stadt Grafenau


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
Unter Schildhaupt mit den bayerischen Rauten in Gold über absteigender silberner Zinnenmauer wachsend ein rot gezungter, schwarzer Bär.


WAPPENGESCHICHTE
Das Schildhaupt mit den Rauten erinnert an die wittelsbachischen Stadtherren. Die Zinnenmauer symbolisiert die Befestigungsanlagen und allgemein den Stadtstatus. Der Bär ist redendes Bild für die Herrschaft Bärnstein, zu der Grafenau gehörte. Das Wappen blieb weitgehend unverändert. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert wurde der Bär gelegentlich auch in ganzer Gestalt schreitend auf der Zinnenmauer dargestellt (Stich von Michael Wening, um 1700). Der noch junge Markt Grafenau in verkehrsgünstiger Lage am Goldenen Steig wurde 1376 auf Betreiben der Landgrafen von Leuchtenberg, der damaligen Inhaber der Herrschaft Bärnstein, durch Kaiser Karl IV. zur Stadt erhoben. Die Verleihung eines Wappens erfolgte erst 1508 während der kurzen Zugehörigkeit zum Fürstentum Pfalz-Neuburg durch Herzog Friedrich II., dem Vormund der Pfalzgrafen Ottheinrich und Philipp. Der Freiheitsbrief von 1510 bestätigte auch das Siegelrecht. Das 1510 geschnittene Siegel trägt jedoch irrtümlich die Jahreszahl 1501 in der Umschrift. Die ehemals selbstständigen Gemeinden Großarmschlag, Schlag und Haus im Wald führten bis zu ihrer Eingemeindung nach Grafenau 1972/1978 eigene Wappen.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 1508

Rechtsgrundlage  Verleihung des Wappens durch Herzog Friedrich von Pfalz-Neuburg

Beleg  Wappenbrief vom 03.02.1508

Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen Großarmschlag, Haus i. Wald, Schlag,

Elemente aus Familienwappen Wittelsbacher


LITERATUR
Hupp, Otto: Die Wappen und Siegel der deutschen Städte, Flecken und Dörfer, 6. Heft: Oberbayern und Niederbayern, Frankfurt am Main 1912, S. 69, 72 f.
Stadler, Klemens: Die Wappen der niederbayerischen Landkreise und Gemeinden, Landshut 1960, S. 46, 91 f.; S. 58, 125 f. (zu Schlag)
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 4, Bremen 1965, S. 63
Bayerisches Städtebuch, hg. v. Erich Keyser und Heinz Stoob, Stuttgart 1974, Bd. 2, S. 229
Jungmann-Stadler, Franziska: Grafenau. Die Gerichte Bärnstein, Dießenstein und Hals (Historischer Atlas von Bayern, Altbayern 45), München 1992, S. 140 ff., Abb. 1 im Anhang
Unser Bayern. Heimatbeilage der Bayerischen Staatszeitung, 1960, S. 48 (zu Schlag); 1963, S. 8 (zu Haus i. Wald); 1967, S. 80 (zu Großarmschlag)


FAHNE
Weiß-Gelb
Weitere Informationen zu den Fahnen erhalten Sie bei www.kommunalflaggen.de und www.kommunalflaggen.eu



BEARBEITUNG
Emma Mages

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Niederbayern
Landkreis  Freyung-Grafenau
Fläche  63.79 qkm
Einwohner  8314
Ew/qkm  130
Breite  48.85 Nördliche Breite
Länge  13.4 Östliche Länge
GKZiffer  9272120
PLZ  94481
Region  Region 12 Donau-Wald
KFZ-Kennz.  FRG, GRA
Internet  Stadt Grafenau
E-Mail  Stadt Grafenau
 
1. Bürgermeister Max Niedermeier
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