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Markt Hengersberg


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
In Silber auf grünem Dreiberg stehend eine blaue Blume mit goldenem Butzen auf einem von vier grünen Blättern besetzten grünen Stängel; darüber am oberen Schildrand eine silberne Wolke, aus der goldene Strahlen hervorbrechen.


WAPPENGESCHICHTE
Der grüne Dreiberg stammt aus dem Wappen der Benediktinerabtei Niederalteich und erinnert daran, dass Hengersberg bis zur Säkularisation 1803 ein Klostermarkt war. In Abbildungen aus dem 16. Jahrhundert ist ein Ortswappen belegt, das nur den Niederalteicher Dreiberg und darüber ein Schildhaupt mit den bayerischen Rauten als Hinweis auf das herzogliche Pflegericht Hengersberg zeigt. 1811 gab die Nationalgarde von Hengersberg irrtümlich das älteste Wappen der Stadt Landsberg am Lech (rotes Tatzenkreuz über grünem Dreiberg) als Marktwappen aus. König Max I. Joseph verlieh schließlich 1813 das heutige Wappen. Die Begründung, dass es sich dabei um das Wappen handelt, das Niederalteich wegen Hengersberg führte, ist nicht zutreffend. Tatsächlich geht das Wappen auf das persönliche Wappen des Niedergerichtsherrn im Markt zu Beginn des 18. Jahrhunderts, des Abtes Joscio Hamberger (1700-1739), zurück, das unter einer strahlenden Sonne fünf Blumen auf einem Hügel zeigt. Dieses Bild ist auch in älteren Stadtansichten als Marktwappen zu finden und wurde schon 1701 irrtümlich dem Markt Hengersberg zugeschrieben.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 1813

Rechtsgrundlage  Verleihung des Wappens durch König Maximilian I. Joseph bei Integration von Bildern aus dem älteren Ortswappen

Beleg  Urkunde vom 08.06.1813; Regierungsblatt für das Königreich Bayern 1813, S. 782

Elemente aus Familienwappen Hamberger


LITERATUR
Hupp, Otto: Die Wappen und Siegel der deutschen Städte, Flecken und Dörfer, 6. Heft: Oberbayern und Niederbayern, Frankfurt am Main 1912, S. 69, 73 (Abbildung einer gelben Blume in grünem Feld S. 69 weicht stark von der Blasonierung S. 73 ab!)
Stadler, Klemens: Die Wappen der niederbayerischen Landkreise und Gemeinden, Landshut 1960, S. 48, 96 f.
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 4, Bremen 1965, S. 71
Zimmermann, Eduard: Bayerische Klosterheraldik, München 1930, S. 108 f.
Rose, Klaus: Deggendorf (Historischer Atlas von Bayern, Altbayern 27), München 1971, S. 290-296, Abb. 6, 9 im Anhang (Wening-Stiche)
Rassa, Kurt: Die Stadt und die Märkte, in: Der Landkreis Deggendorf - ein Heimatbuch, Landau a. d. Isar 1969, S. 164 ff.
Bleibrunner, Hans: Niederbayern. Kulturgeschichte des bayerischen Unterlandes, 2. Aufl., Landshut 1982, Bd. 1, S. 302


BEARBEITUNG
Emma Mages

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Niederbayern
Landkreis  Deggendorf
Fläche  45.8 qkm
Einwohner  7277
Ew/qkm  159
Breite  48.7833 Nördliche Breite
Länge  13.05 Östliche Länge
GKZiffer  9271125
PLZ  94491
Region  Region 12 Donau-Wald
KFZ-Kennz.  DEG
Internet  Markt Hengersberg
E-Mail  Markt Hengersberg
 
1. Bürgermeister Christian Mayer
Mimmingerstr. 2 94491 Hengersberg (Hausanschrift)
Postfach 1080 94488 Hengersberg (Postanschrift)
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