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Gemeinde Reit im Winkl


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
In Grün eine eingeschweifte, gekürzte goldene Spitze, darin ein rot bewehrter schwarzer Adler; vorne ein gestümmelter, brennender silberner Ast, hinten ein silbernes Rodungsbeil (Sapie) mit blauem Blatt.


WAPPENGESCHICHTE
Der brennende Ast und das Rodungsbeil, hier in der regionaltypischen Form des Sapies (Holzknechtbeil), sind heraldische Symbole für Rodung durch Brand und Holzeinschlag und ergeben für den von Reuten abgeleiteten Ortsnamen Reit redende Bilder. Reit im Winkl ist erstmals 1160 urkundlich nachweisbar. Die Entstehung der Siedlung wird der zweiten Rodungsperiode in den Tälern des Chiemgaus im 11./12. Jahrhundert zugeordnet. Die heraldische Spitze weist auf die geografische Lage in einem abgeschiedenen Tal, einem Bergwinkel, hin, die auch im Namenszusatz im Winkl zum Ausdruck kommt. Der schwarze Adler stammt aus dem Wappen des ehemaligen Bistums Chiemsee, dem Reit im Winkl von etwa 1275 (Zuteilung zum herzoglich bayerischen Pfleggericht Marquartstein) bis 1804 hinsichtlich der Pfarrorganisation unterstand. Erst 1805 wurde Reit im Winkl selbstständige Pfarrei. Dieses Wappen führt Reit im Winkl erst seit 1950. Schon 1929 hatte der Ort ein Wappen erhalten, das in blauem Feld auf grünem Hügel eine silberne Kapelle (Kriegergedächtniskapelle) zeigte. Dieses Wappen hat sich in Reit im Winkl nie richtig eingebürgert. Auch im Hauptstaatsarchiv hatte es nicht den vollen Beifall gefunden, weil es unheraldisch war und die geschichtliche Grundlage fehlte. Deshalb wurde ab 1949 die Einführung eines neuen Wappens betrieben. Bei der Farbgebung der 1953 genehmigten Fahne wurden ausnahmsweise die heraldischen Farben des alten Gemeindewappens zugelassen, weil die Fahnen bereits anlässlich der Deutschen Nordischen Skimeisterschaften 1950 vorläufig genehmigt und angeschafft worden waren.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 1929

Rechtsgrundlage  Verleihung des Wappens durch das Staatsministerium des Innern

Beleg  Beglaubigungen durch die Gemeinde und das Bezirksamt vom 14. und 16.07.1929; Ministerialentschließungen vom 27.10.1950 (Wappen), vom 09.11.1953 (Fahne)

Änderung  1950


LITERATUR
Oberbayerisches Archiv 76 (1950), S. 33, 35 f.
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 6, Bremen 1968, S. 49
Reitzenstein, Wolf-Armin von: Lexikon bayerischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung, 2. Aufl., München 1991, S. 320
www.reit-im-winkl.de (Gemeindewappen)


FAHNE
Grün-Weiß-Blau, im Oberteil (Kopf) wahlweise mit Wappen (seit 1953)
Weitere Informationen zu den Fahnen erhalten Sie bei www.kommunalflaggen.de und www.kommunalflaggen.eu



BEARBEITUNG
Emma Mages

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Oberbayern
Landkreis  Traunstein
Fläche  70.99 qkm
Einwohner  2374
Ew/qkm  33
Breite  47.6833 Nördliche Breite
Länge  12.4667 Östliche Länge
GKZiffer  9189139
PLZ  83242
Region  Region 18 Südostoberbayern
KFZ-Kennz.  TS
Internet  Gemeinde Reit im Winkl
E-Mail  Gemeinde Reit im Winkl
 
1. Bürgermeister Josef Heigenhauser
Rathausplatz 1 83242 Reit im Winkl (Hausanschrift)
Postfach 1161 83237 Reit im Winkl (Postanschrift)
Telefon +49 (0)8640 800-0
Fax +49 (0)8640 800-34



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