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Markt Prien a.Chiemsee


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
In Blau eine eingeschweifte goldene Spitze, darin ein unterhalbes zerbrochenes blaues Rad; vorne ein linksgewendeter, rot bewehrter goldener Falke, hinten zwei wachsende, schräg gekreuzte goldene Abtstäbe mit abgewendeten Krümmen.


WAPPENGESCHICHTE
Das zerbrochene Rad, Attribut der heiligen Katharina von Alexandrien, versinnbildlicht die Patronin des Ortes. Der goldene Falke ist das für den Namen redende heraldische Wahrzeichen der um 1272 ausgestorbenen Grafen von Falkenstein, die als Gründer von Prien gelten. Das Dynastengeschlecht erhielt 1158 vom Erzbischof von Salzburg die Vogtei über den westlichen Chiemgau; Prien sollte Mittelpunkt des Vogteigebietes werden. Die gekreuzten Abtstäbe stammen aus der Heraldik des Stifts Herrenchiemsee und verweisen auf die frühere kirchliche Zugehörigkeit zu diesem Augustinerchorherrenstift (1803 säkularisiert) und zum Bistum Chiemsee (1808 aufgelöst). Dieses Wappen führt die Marktgemeinde Prien seit 1968. Es ist die geänderte Form des 1903 durch Prinzregent Luitpold verliehenen Wappens: In Silber auf grünem Boden stehend die golden gekrönte und nimbierte heilige Katharina in rotem Gewand und blauem Mantel; die Rechte gestützt auf einen blauen Schild, darin ein goldener Falke auf goldenem Dreiberg; in der Linken ein gesenktes silbernes Richtschwert, zu ihren Füßen ein zerbrochenes schwarzes Rad. Anlässlich der 800-Jahrfeier 1958 ging die Marktgemeinde dazu über, nur den Falkensteiner Schild allein als Wappen zu verwenden. Dafür war jedoch keine amtliche Genehmigung eingeholt worden. Als 1967 ein Wappenfries im Landratsamtsgebäude von Rosenheim in Planung war, wurde eine Klärung der Wappenfrage unumgänglich. Das neue Wappen von 1968 sollte die formalen Mängel des alten Wappens beheben. Es zeigt eine moderne, schlichtere und bildlich ausgewogene Gestaltung. Vor allem die Figur der heiligen Katharina wurde stark zurückgenommen und auf ihr Symbol, das zerbrochene Rad, reduziert. Die gekreuzten Abtstäbe sind neu hinzugekommen. Prien ist der größte Ort am Chiemsee und wurde schon im 16. Jahrhundert als Marktflecken bezeichnet. Den Marktstatus erlangte der Ort erst 1878. Seit 1951 führt Prien den Namenszusatz a. Chiemsee.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 1903

Rechtsgrundlage  Verleihung des Wappens durch Prinzregent Luitpold

Beleg  Signat vom 29.10.1903; Urkunde vom 04.11.1903; Ministerialentschließung vom 29.01.1968

Änderung  1968

Elemente aus Familienwappen von Falkenstein


LITERATUR
Hupp, Otto: Die Wappen und Siegel der deutschen Städte, Flecken und Dörfer, Frankfurt am Main 1912, S. 59, 60
Unser Bayern. Heimatbeilage der Bayerischen Staatszeitung, 1968, S. 72
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 6, Bremen 1968, S. 46
Zimmermann, Eduard: Bayerische Klosterheraldik, München 1930, S. 88 f.
Bayerisches Städtebuch, hg. v. Erich Keyser und Heinz Stoob, Stuttgart 1974, Bd. 2, S. 565 f.
Unser Landkreis Rosenheim, 3. Aufl., Bamberg 1994, S. 115, 116, 119


FAHNE
Gelb-Blau (seit 1910)
Weitere Informationen zu den Fahnen erhalten Sie bei www.kommunalflaggen.de und www.kommunalflaggen.eu



BEARBEITUNG
Emma Mages

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Oberbayern
Landkreis  Rosenheim
Fläche  20.69 qkm
Einwohner  10355
Ew/qkm  500
Breite  47.8667 Nördliche Breite
Länge  12.3333 Östliche Länge
GKZiffer  9187162
PLZ  83209
Region  Region 18 Südostoberbayern
KFZ-Kennz.  RO
Internet  Markt Prien a.Chiemsee
E-Mail  Markt Prien a.Chiemsee
 
1. Bürgermeister Jürgen Seifert
Rathausplatz 1 83209 Prien a.Chiemsee (Hausanschrift)
Postfach 1363 83203 Prien a.Chiemsee (Postanschrift)
Telefon +49 (0)8051 606-0
Fax +49 (0)8051 606-69



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