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Markt Rennertshofen


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
In Silber ein steigender roter Fuchs.


WAPPENGESCHICHTE
Der Fuchs, der schlaue Ratgeber Reineke (abgeleitet von Reinhard), ist als wichtige Figur in der Fabeldichtung bekannt und wird auf diesem Umweg als redend für den Ortsnamen in seiner alten Form Reinhartshofen gedeutet. Ein Fuchs namens Reinhart kommt schon in der deutschen Tierdichtung des ausgehenden 12. Jahrhunderts vor; im Französischen heißt der Fuchs renard. Etymologisch geht der Ortsname wohl auf einen Hof des Reinhart zurück. Rennertshofen führte schon im 14. Jahrhundert ein Siegel, das in Abdrucken seit 1345 überliefert ist. Es zeigt einen fast senkrecht gestellten Fuchs im Dreiecksschild. Der Beginn der Siegelführung stand vermutlich mit der Verleihung der Marktrechte im Jahr 1332 in Zusammenhang. Der Fuchs findet sich in den Marktsiegeln bis in das 18. Jahrhundert. Da Rennertshofen 1818 nur den Status einer Landgemeinde hatte, verlor der Ort das Recht, ein Wappensiegel zu führen. Diese Anordnung wurde 1836 allgemein aufgehoben, die Wiederaufnahme historischer Siegel und Wappen gestattet. Im danach gefertigten Marktsiegel und auf der Bürgermeistermedaille wurde der Fuchs so mangelhaft dargestellt, dass er als laufendes Pferd, als Renner, auf abwegige Weise für den Ortsnamen redend auch in die heraldische Literatur Eingang fand. In der Tingierung dominierte bis in das 20. Jahrhundert die Feldfarbe Blau mit silberner oder goldener Tierfigur. Stadler legte seiner Gestaltung die früheste farbige Wappenzeichnung mit dem heraldisch richtigen Fuchs von 1812 zugrunde.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 14. Jahrhundert bis 1818, wieder seit 1836

Rechtsgrundlage  Das Wappen ist im Siegel überliefert; Siegelführung seit 1345 belegt, Wappen bis 1818; 1836 Wiederverleihung des Wappens.

Beleg  Signat König Ludwigs I. vom 03.02.1836; Reskript vom 22.03.1836


LITERATUR
Stadler, Klemens/Zollhoefer, Friedrich: Wappen der schwäbischen Gemeinden, Kempten 1952, S. 93, 212 f.
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 6, Bremen 1968, S. 50
Reitzenstein, Wolf-Armin von: Lexikon bayerischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung, 2. Aufl., München 1991, S.321
Vitzthum, Werner: Das große Heimatbuch, Schrobenhausen 1997, S. 238 f.


BEARBEITUNG
Emma Mages

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Oberbayern
Landkreis  Neuburg-Schrobenhausen
Fläche  93.07 qkm
Einwohner  4819
Ew/qkm  52
Breite  48.75 Nördliche Breite
Länge  11.0667 Östliche Länge
GKZiffer  9185153
PLZ  86643
Region  Region 10 Ingolstadt
KFZ-Kennz.  ND
Internet  Markt Rennertshofen
E-Mail  Markt Rennertshofen
 
1. Bürgermeister Georg Hirschbeck
Marktstr. 18 86643 Rennertshofen (Hausanschrift)
Postfach 46 86642 Rennertshofen (Postanschrift)
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