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Große Kreisstadt Neuburg a.d.Donau


 

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
In Rot auf grünem Dreiberg eine silberne Burg mit offenem Tor und zwei runden Zinnentürmen, die unter dem Hauptgesims bandförmig mit den bayerischen Rauten belegt sind; davor mit Steckenpferden zwei nackte Knaben, die nach Pfote und Schwanz des auf dem Tor liegenden goldenen Löwen haschen.


WAPPENGESCHICHTE
Die Burg mit offenem Tor und Zinnentürmen, eine in Stadtwappen häufig vorkommende heraldische Figur, weist auf die Befestigung und den herausgehobenen Status des bürgerlichen Gemeinwesens hin. Die Burg redet auch für den Namen Neuburg. Die auf Steckenpferden reitenden nackten Knaben stellen die Prinzen Ottheinrich und Philipp dar und ergeben einen speziellen Bezug zur familien- und herrschaftsgeschichtlichen Situation in Neuburg a. d. Donau zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Nach dem Landshuter Erbfolgekrieg und dem Kölner Spruch wurde 1505 für die zwei minderjährigen pfälzischen Enkel Herzog Georgs des Reichen von Landshut, Ottheinrich und Philipp, das Fürstentum Pfalz-Neuburg, die so genannte Junge Pfalz, neu geschaffen. Neuburg wurde Haupt- und Residenzstadt des neuen Territoriums. Die Rautenbänder und der Löwe sind aus dem Wappen des Hauses Wittelsbach übernommen. Die Stadt Neuburg führte schon im 14. Jahrhundert ein Siegel, das in Abdrucken seit 1374 überliefert ist. Es zeigte als Bild einen zweitürmigen Torbau auf Felsblöcken. Auf dem zweiten Siegel, das auf das ausgehende 14. Jahrhundert datiert wird, findet sich nur ein Zinnenturm mit Spitzdach. Im 1506 verliehenen Wappen wurde der zweitürmige Torbau aus dem ältesten Siegel als für Neuburg redende Burg und heraldisches Stadtsymbol zugrunde gelegt und durch die Prinzen und den Löwen und die Rautenbänder als Symbole des Hauses Wittelsbach ergänzt.


WAPPENDATEN
Wappenführung seit 14. Jahrhundert, vermehrt und verbessert 1506

Rechtsgrundlage  Das Wappen ist zum Teil im Siegel überliefert; Siegelführung seit 1374 belegt; 1506 Verleihung des vermehrten und verbesserten Wappens durch Pfalzgraf Friedrich.

Beleg  Urkunde vom 21.07.1506

Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen Bittenbrunn

Elemente aus Familienwappen Wittelsbacher


LITERATUR
Stadler, Klemens/Zollhoefer, Friedrich: Wappen der schwäbischen Gemeinden, Kempten 1952, S. 83, 193 ff.
Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Bd. 6, Bremen 1968, S. 25
Bayerisches Städtebuch, hg. v. Erich Keyser und Heinz Stoob, Stuttgart 1974, Bd. 2, S. 456
Unser Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, 2. Aufl., München 1981, S. 122 f.
Nadler, Markus: Neuburg an der Donau. Das Landgericht Neuburg und die Pfleggerichte Burgheim und Reichertshofen (Historischer Atlas von Bayern, Schwaben 16), München 2004, S. 164 ff., 192 ff.
Unser Bayern. Heimatbeilage der Bayerischen Staatszeitung, 1972, S. 48 (zu Bittenbrunn)
Von Kaisers Gnaden. 500 Jahre Pfalz-Neuburg, hg. v. Suzanne Bäumler, Evamaria Brockhoff und Michael Henker, Katalog zur Bayerischen Landesausstellung 2005 in Neuburg a.d.Donau, Augsburg 2005, S. 130, 135 (Abb. 5.8)
www.neuburg-donau.de (Geschichte)


FAHNE
Weiß-Blau-Rot (angeblich seit 1820)
Weitere Informationen zu den Fahnen erhalten Sie bei www.kommunalflaggen.de und www.kommunalflaggen.eu



BEARBEITUNG
Emma Mages

 

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DATEN KOMPAKT
Bezirk  Oberbayern
Landkreis  Neuburg-Schrobenhausen
Fläche  81.32 qkm
Einwohner  28910
Ew/qkm  356
Breite  48.7333 Nördliche Breite
Länge  11.1833 Östliche Länge
GKZiffer  9185149
PLZ  86633
Region  Region 10 Ingolstadt
KFZ-Kennz.  ND
Internet  Große Kreisstadt Neuburg a.d.Donau
E-Mail  Große Kreisstadt Neuburg a.d.Donau
 
Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling
Karlsplatz A 12 86633 Neuburg a.d.Donau (Hausanschrift)
Postfach 1740 86622 Neuburg a.d.Donau (Postanschrift)
Telefon +49 (0)8431 55-0
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